Ein Rennen zum Abhaken

Für das Liqui Moly Team Engstler ist das Rennwochenende in Monza alles andere als zufriedenstellend verlaufen. Ein Motorschaden am BMW kostete Franz Engstler die Tabellenführung in der Gesamtwertung der WTCC Privatfahrer.

In den freien Trainings zeigte der Allgäuer einmal mehr sein fahrerisches Können. Unter der Sonne Italiens brachte er die Herzen der zahlreichen Fans, die mit nach Italien gereist waren, zum strahlen. Doch eine erste Wolkenfront bildete sich bereits beim Qualifying: Engstler erwischte keine freie Runde und belegte Platz fünf bei den Privatfahreren. Andrei Romanov hatte die siebtschnellste Zeit. „Wir konzentrieren uns jetzt voll und ganz auf die Rennen am Sonntag. Ich werde versuchen bereits beim Start wieder Plätze gut zu machen“, so Engstler nach dem Qualifying. Das Warm-Up am Sonntag sorgte für Optimismus bei Franz Engstler und dem gesamten Team: er fuhr die siebtschnellste Zeit im Gesamtfeld und die schnellste Zeit bei den Privatiers. Im Rennen kam dann das Aus in der zweiten Runde. „Nach zwei oder drei Zündaussetzern ging der Motor schlagartig aus“, erklärte Engstler. Mit Hilfe des Abschleppwagens wurde sein BMW zurück in die Box gebracht. „Wir haben die Daten analysiert und konnten keine groben Fehler entdecken. Unsere Technik Crew versuchte alle möglichen Fehlerquellen zu beseitigen, so wurden zum Beispiel die Zündspulen und Zündkerzen gewechselt“, resümiert Teammanager Kurt Treml die nervenaufreibende Situation. Und tatsächlich sprang der Motor wieder an, aber die Ernüchterung kam schnell: der Motor nahm das Gas nicht an und drehte nicht richtig hoch. Für einen kompletten Motorwechsel bis zum zweiten Lauf reichte die Zeit nicht mehr aus, so war Engstler zum Zuschauen verurteilt. Eine genaue Fehleranalyse kann erst nach dem Öffnen des Motors erfolgen. Romanov kam im ersten Lauf als Fünfter ins Ziel und musste im zweiten Lauf aufgeben. Für das Team geht es nun direkt von Italien an den Hockenheimring, denn hier werden die nächsten beiden Läufe der ADAC Procar ausgetragen. Das nächste WTCC Rennen findet in Zolder statt, hier will Franz Engstler wieder in gewohnter Manier angreifen.

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