Rückkehr der Schleiereule

Die Schleiereule. Foto: LBV

Seit mehr als 30 Jahren war sie verschwunden – doch in den letzten Jahren häufen sich die Beobachtungen der Schleiereule im Landkreis Oberallgäu. Der Landesbund für Vogelschutz möchte diese Beobachtungen sammeln und auswerten, um dann unter anderem durch Anbringen geeigneter Nisthilfen gezielt bei der Wiederbesiedlung helfen zu können.

Die Schleiereule war bis Mitte/Ende der Siebziger Jahre auch im Landkreis verbreitet und regelmäßiger – wenn auch nicht häufiger – Brutvogel. Die letzten gemeldeten Brutnachweise stammen allerdings aus dem Jahr 1978. Das typische Kennzeichen ist der hell-weiße herzförmige Gesichtsschleier. Die schlanke, hochbeinige, sehr hell gefiederte Eule hat eine Größe von etwa 35 Zentimeter, bei einer Flügelspannweite von rund 90 bis 98 Zentimeter. Die Oberseite ist grau mit kleinen schwarzen Tropfen-Flecken, die weiße bis gelblich braune Unterseite ist ungemustert, bzw. höchstens fein gepunktet. Die Schleiereule benötigt offene Landschaften wie Wiesen und Weiden zur Jagd und Gebäude (Kirchen, Scheunen, Ställe, Dachböden) als Tageseinstand und zur Brut. Das Tier hat sich sehr eng an den Menschen angeschlossen und brütet fast ausschließlich in Gebäuden und darin angebrachten Nisthilfen. In Wintern mit hoher Schneelage verhungern die Eulen, wenn sie nicht Zugang zu Gebäuden haben, in denen sie jagen können. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Mäusen und Ratten. Durch das Anbringen von speziellen Nistkästen will der LBV gezielt helfen, die erneute Ausbreitung ins Oberallgäu aktiv zu unterstützen. „Wir freuen uns sehr über die Rückkehr und werden versuchen dort gezielt zu helfen, wo sich wieder Schleiereulen angesiedelt haben. Dazu sind wir auf die Hilfe aus der Bevölkerung – vor allem der Landwirte und Kirchengemeinden – angewiesen,“ so Thomas Blodau, Vorsitzender der LBV Kreisgruppe. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.lbv-kempten-oberallgaeu.de.

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