Sanierung wird teurer

Bis zum Abschluss der im KREISBOTEN bereits mehrfach vorgestellten Gesamtmaßnahmen zur Sanierung und Erweiterung der Suttschule wird es zwar noch eine Weile dauern. Die Sanierung der Kronenstraße 1, zuletzt Sitz des Stadtjugendrings, soll als erster Bauabschnitt jedoch schon Ende August dieses Jahres fertig gestellt sein. Allerdings wird das Projekt insgesamt 438 000 Euro teurer als ursprünglich veranschlagt. Trotzdem bewilligte der Haupt- und Finanzausschuss vergangene Woche das zusätzliche Geld.

Davon, dass hier „insgesamt ein gelungenes Werk entstanden ist“, wie OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) es bezeichnete, konnten sich die Mitglieder des Schul- und Kulturausschusses jüngst vor Ort überzeugen. Noch fehlten die Heizkörper und auch der neue Boden im Eingangsbereich, der typisch für einen protestantischen Bau in Form eines Kreuzes in das Gebäude leitet, war noch schützend bedeckt. Die bei der Sanierung behutsam herausgearbeiteten baulichen Schönheiten des in den Jahren 1708 bis 1713 errichteten Gebäudes beeindruckten dafür umso mehr. Mehr Klassenzimmer Soweit in einem Denkmal möglich, wurde energetisch saniert, wurden unter anderem Rettungs- und Fluchtwege sowie eine behindertengerechte Erschließung mit Aufzug eingebaut, um allen Anforderungen an ein modernes Schulhaus gerecht zu werden. Neu geschaffen wurden zusätzliche Klassenräume, Räume für Werken, Handarbeit und Musik, Aufenthaltsräume für die Mittagsbetreuung sowie Räume im zweiten Obergeschoss für zwei Flexklassen. 2,3 Millionen Euro waren ursprünglich für den ersten Bauabschnitt geplant. Durch die schlechte Bausubstanz, insbesondere den unvorhersehbar deutlich schlechteren Zustand der Dach- und Deckenkonstruktion, hätten, so Netzer, die Kosten allerdings um 400 000 Euro erhöht. In den Sommerferien soll die Schule vom Gebäude Kronenstraße 3 in das neu sanierte Nachbargebäude umziehen, damit im direkten Anschluss die Arbeiten am bisherigen Schulgebäude beginnen können. Nach dessen für Herbst 2011 geplanten Fertigstellung ist dann endlich Schluss mit den beengten Verhältnissen. Verbunden durch einen Verbindungssteg im ersten Obergeschoss, verteilt sich dann der Schulbetrieb auf beide Gebäude. Bis zum Jahr 2013 kommen noch eine Sporthalle mit Hartplatz auf dem Dach und neue Außenanlagen dazu. Die Einweihungsfeier kündigte Netzer erst nach Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes an. Die Mehrkosten in Höhe von 438000 Euro sind vor allem auf der nicht vorhersehbaren schlechten Bausubstanz, wie Schulreferent Benedikt Mayer berichtete, zurück zu führen. Insbesondere die Dach- und Deckenkonstruktionen seien in einem schlechteren Zustand als angenommen.

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