Sankt Mang tobt sich aus

Der Spielpark Sankt Mang kommt. Seit Ende Oktober rollen die Bagger auf dem Gelände beim Elektroschmelzwerk, um dort zunächst einen Bolzplatz einzurichten. Über 100 Menschen waren gekommen, als OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) und Quartiermanager Oliver Stiller zusammen mit Kindern des Stadtteils vergangene Woche zum Spatenstich ansetzten.

Für einen Spatenstich sei es schon spät im Jahr, erklärte Netzer. Die Stadt habe jedoch sofort mit den Bauarbeiten beginnen wollen, um Skeptikern entgegen zu treten. Wenn das Wetter mitspiele, so Landschaftsarchitektin Katrin Helmchen, könnte der Bolzplatz sogar noch dieses Jahr fertig werden. Der Kunstrasenbelag und die Ballfangzäune sollen aber auf jeden Fall erst nächstes Jahr kommen. 25 mal 45 Meter werde der Platz messen. Das Ereignis stieß auf reges Interesse. Zahlreiche Anwohner und auch viele Kinder und Jugendliche waren beim Spatenstich dabei. Auch mehrere Stadträte waren erschienen, mit ihnen auch BSG-Geschäftsführer Mario Dalla Torre und einige Vertreter des Elektroschmelzwerks. Der Bolzplatz sei bitter nötig, erklärte Quartiermanager Stiller gegenüber dem KREISBOTE. Bisher spielten die Kinder auf der Straße Fußball und die Nachbarn beschweren sich über den Lärm. Das neue Fußballfeld soll Abhilfe schaffen. Der Platz grenzt direkt an das Industriegelände. Der Abstand zu den Wohnhäusern ist groß, dazwischen stehen zudem noch Bäume und Sträucher. Die Stadt habe die Jugendlichen des Ortsteils schon früh in die Planung mit einbezogen und so Ideen gesammelt. Im zweiten Bauabschnitt sollen links und rechts des Feldes ein Streetball-Platz und eine Möglichkeit zum Skaten entstehen. Die Mädchen sollen mit Inline-Skates fahren oder tanzen können. Eine Bühne wäre denkbar, so Helmchen. Weitere Spielmöglichkeiten sollen in den kommenden Jahren gebaut werden. Als letztes soll der unansehnliche Zugangsbereich zwischen Bahnschranke und Christuskirche neu gestaltet werden. 190000 Euro koste der Bolzplatz, so der OB. Das Geld komme aus der Förderung des Programms „Soziale Stadt“, dessen bisherige Erfolge er besonders hervor hob. Zusammen mit zahlreichen Kindern machten sich OB und Quartiermanager auf zum Spatenstich. Es machte den Kindern sichtlich Freude, als Bauarbeiter verkleidet die Erde in die Luft zu werfen. Wenige Meter weiter machten die echten Bauarbeiter unbeeindruckt weiter mit der Arbeit am Bolzplatz.

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