"Schon lange ein Thema"

Mit einem Plan im Gepäck übergaben Dietmar Markmiller (2.v.l.) Vorsitzender der Altstadtfreunde und Vorstand Stephan Schmidt (links) ihre Konzeptentwicklung an OB Dr. Ulrich Netzer und Baureferentin Monika Beltinger. Foto: Tröger

Mit zügigen Schritten treiben die Altstadtfreunde das von ihnen initiierte Projekt „Iller erleben“ voran. Nur wenige Wochen nach der Begehung mit Vertretern aus Politik und Verwaltung übergaben Vereinsvorsitzender Dietmar Markmiller und Vorstandsmitglied Stephan Schmidt am Freitag die Konzeptentwicklung an OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) und Baurferentin Monika Beltinger.

„Iller erleben ist in der Wahrnehmung der Bevölkerung schon lange ein Thema“, freute sich das Stadtoberhaupt über den Vorstoß der Altstadtfreunde, vom Leben an der Iller – wie bisher – zu einem „Leben mit der Iller zu kommen“. Markmiller sprach von einer „riesigen, positiven Resonanz“ aus der Bevölkerung. Zudem hätten in den rund eineinhalb Jahren seit Aufgreifen des Gedankens zur Illerbelebung einige Mitstreiter gefunden werden können. Aktuell gebe es sogar eine Anfrage von Investoren aus Stuttgart, die ein Konzept für Gastronomie vorstellen wollten. Dem Treffen mit der Gruppe aus jungen Architekten, Planern und Gastronomen blicke er positiv entgegen, denke aber auch an die Einbindung lokaler Akteure, zum Beispiel des ebenfalls sehr interessierten Allgäuer Brauhauses. Trotz Übergabe des bisher erarbeiteten Konzeptes, würden die Altstadtfreunde das Projekt „natürlich weiterhin begleiten und unterstützen“, erklärte er. Nun sei es aber erst einmal an den Bürgern, sich mit Ideen zu beteiligen. Für die Planungswerkstatt am 29. September „wünsche ich mir, dass die Stadtsäge so voll ist, dass die Leute bis draußen stehen“, rief er zur Teilnahme auf. Erste Maßnahmen „Das Konzept ist nicht absolut“, warb auch Stephan Schmidt für weitere Ideen von Bürgern. Außerdem müsse klar sein, dass es sich hier nicht um ein Zwei-Jahres-Projekt handle, sondern dass sich „der laufende Prozess über fünf bis zehn Jahre“ – je nach Finanzen – erstrecken werde. Einen zumindest „zeitnahen Beginn erster Maßnahmen“ konnte Beltinger versprechen. Bildhaft betonte sie, dass „wir den sehr gut vorbereiteten Stab gerne aufnehmen“. Wie mehrfach berichtet, soll der Norden eher aktiv, der Süden eher auf Ruhe und Erholung ausgerichtet werden. Laut Baureferentin sollen zum bzw. nach dem Workshop Ende September Planungsbüros zum Einsatz kommen, da es dann wichtig sei „auch fachlichen Input zu bekommen“.

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