Städtische Realschule und AÜW schließen Schulpartnerschaft ab

"Beide werden profitieren"

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Freuen sich sichtlich über die künftige Zusammenarbeit: Schulleiterin Susanne Zinth und AÜW-Geschäftsführer Michael Lucke unterzeichnen den Schulpartnerschaftsvertrag.

Kempten – Eine Vorreiterrolle in Kempten nimmt die Städtische Realschule ein. Als erste Schule schloss sie eine Schulpartnerschaft mit einem Unternehmen ab – dem Allgäuer Überlandwerk (AÜW). Die offizielle Vertragsunterzeichnung fand am vergangenen Freitagvormittag im Rahmen der Schulpartnerschafts-Urkundenfeier in der Städtischen Realschule statt.

Seit die Schulverantwortlichen vor circa zwei Jahren gelesen hätten, dass die IHK Schwaben die Schließung von Schulpartnerschaften – die das Ziel haben, dass Schulen und Unternehmen ein besseres gegenseitiges Verständnis entwickeln und voneinander profitieren – unterstützt, seien sie an einer solchen Schulpartnerschaft interessiert gewesen, schilderte Schulleiterin Susanne Zinth. Mit dem AÜW habe man nun einen Partner gefunden, „zu dem wir einen regen Austausch pflegen und auf den wir Stolz sind“. So präsentierten Schülerinnen und Schüler dieses Jahr bereits im Rahmen der Ausstellung „Fische im AÜW“ ihre Werke in den Räumen des Unternehmens.

AÜW-Geschäftsführer Michael Lucke sieht die nun geschlossene Kooperation als Säule des gesellschaftlichen Lebens. „Wir wollen mit den Schülern in Dialog treten und voneinander lernen“, betonte er. 50 Jahre Städtische Realschule und 96 Jahre Allgäuer Überlandwerk – beides sei aus dem Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken, so Lucke weiter. Und beide hätten das gleiche Ziel: „Wir alle arbeiten an der Zukunft des Allgäus.“

Durch die Schulpartnerschaft erhalten die Realschüler nun die Möglichkeit, Einblick ins Innere des Unternehmens zu bekommen. „Das AÜW öffnet sich“, formulierte es Lucke. Unter anderem werde es Schulprojekte geben, für die das AÜW Räume zur Verfügung stellt, die Schüler erhalten Tipps, wie ein Bewerbungsschreiben auszusehen hat oder sie können ein Praktikum machen. Das Unternehmen profitiert dann vom Feedback der Schüler. „Ich freue mich auf das gegenseitige Lernen“, so Lucke abschließend.

Die Stadt freue sich, dass solche Initiativen wie hier von der IHK ins Leben gerufen werden, meinte Zweite Bürgermeisterin Sibylle Knott. „Wir hoffen, dass diesem Beispiel noch viele Schulen und Unternehmen folgen werden.“ Solch eine Kooperation biete viele Möglichkeiten. „Schule und Unternehmen werden profitieren“, ist sich Knott sicher. Auch Markus Brehm, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Kempten/Oberallgäu, freute sich, dass sich in Kempten mit Hilfe der IHK zwei gefunden haben, die sich eine Zusammenarbeit vorstellen können. Dies sei die erste Schulpartnerschaft in Kempten, die siebte in Kempten und im Oberallgäu und die 80. in Schwaben.

Die Schulpartnerschafts-Urkundenfeier wurde von der Musik- und der Gitarrengruppe der Städtischen Realschule musikalisch umrahmt.

Melanie Weidle

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