Schwieriger Stadtkurs

Sowohl in der ADAC Procar als auch in der Tourenwagenweltmeisterschaft schaut man beim Wiggensbacher Engstler-Rennstall mit gemischten Gefühlen auf das abgelaufene Rennwochenende zurück: Für die WTCC-Truppe hieß die Herausforderung Stadtkurs von Porto. Franz Engstler konnte sich dabei zwar von Training zu Training verbessern, beim Qualifying reichte es aber dennoch nur für Platz fünf bei den Privatfahrern. „Der Kurs ist sehr eng, kaum Möglichkeiten zu überholen und ich hatte keine Chance auf eine freie Runde“, resümierte der Routinier nach dem Portugal-Trip.

Der erste Lauf am Sonntag sorgte für Nervenkitzel pur. Bereits in der ersten Runde kam es zu zwei heftigen Kollisionen, in die mehrere Fahrzeuge verwickelt waren und zu einem Rennabbruch führten. Engstler blieb mit seinem Liqui Moly-BMW verschont, da er durch einen technischen Defekt zurück gefallen war. Glück im Unglück, und so konnte er beim Neustart mit repariertem Auto aus der Box starten. Er kämpfte sich um einige Plätze nach vorne, hatte jedoch aufgrund der Reparatur eine Runde Rückstand. Er beendete als 7. den 1. Lauf und verbuchte zwei Punkte auf seinem Konto. Der zweite Fahrer des Allgäuer Rennstalls, Kristian Poulsen, wurde zwar in die Kollisionen zu Beginn des Rennens verwickelt, konnte aber nichts desto trotz über die Ziellinie fahren. Für Platz sechs gab es drei Punkte. Gleiche Punktzahl bekam der Däne auch beim zweiten Lauf in Porto, insgesamt zählt er nun 27 Punkte. Teamchef Engstler zeigte im zweiten Lauf, was in ihm steckt. Geschickt und mit Taktik arbeitete er sich Platz für Platz nach vorne. Er nutzte jede noch so geringe und vor allem enge Überholmöglichkeit und arbeitete sich von Platz sieben auf Platz zwei bei den Privatiers vor. Insgesamt belegte er Platz elf. „Es war ein tolles Rennen. Franz hat eine tolle Leistung gebracht“, kommentierte Teammanager Kurt Treml das Ergebnis. Franz Engstler belegt mit 100 Punkten weiterhin Platz drei der Gesamtmeisterschaft. Dicht am Führenden Mit einem Punkt Rückstand auf die Gesamtführung geht Remo Friberg in die Sommerpause der ADAC Procar. Der Schweizer zeigte zwei spannende Rennen auf dem Eurospeedway Lausitz. Beim Qualifying lief es für Friberg nicht so gut- er startete lediglich von Platz fünf in den ersten Lauf. „Ich kannte die Strecke vorher nicht, musste mich erst an den Speedway gewöhnen. Aber beim Rennen geht noch was“, versprach er nach dem Qualifying. Gesagt, getan. Friberg arbeitete sich Runde für Runde nach vorne und beendete auf Platz zwei das Rennen. Den Start für den zweiten Lauf entschied er für sich, konnte die Führung allerdings nicht bis zum Ende verteidigen und landete erneut auf Platz zwei. Er liegt nun mit einem Punkt Rückstand auf Platz zwei der Gesamtwertung. Für den zweiten Fahrer des Teams Engstler, Roland Hertner, lief es genau anders herum. Er dominierte die Trainings und das Qualifying souverän, doch beim Rennen wurde er in mehrere kleinere Kollisionen verwickelt, sodass der erhoffte Podest-Platz ausblieb. Insgesamt liegt er weiterhin auf dem dritten Rang. Während die WM bereits in zwei Wochen ins nächste Rennen in Brands Hatch/England startet, ist für die Procar bis Anfang September Sommerpause. Dann wird man im Rahmen der Tourenwagenweltmeisterschaft in Oschersleben um weitere Punkte fahren. Zum einen wird dann der einzige WM-Lauf in Deutschland stattfinden, zum anderen wird das Engstler Team hier mit beiden Rennserien an einem Wochenende an der gleichen Rennstrecke starten. Engstler Motorsport bietet für das Rennen auch eine Fanreise an. Infos gibt es unter www.engstler-motorsport.de. Im Rahmen des Events findet ein Konzert mit Sarah Connor statt.

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