Die Serie reißt

Den achten Landesligasieg in Serie feierte der ESC Kempten am Freitag bei den Eisbären in Burgau. 7:4 aus Sicht der Gäste war das Endergebnis in der Freiluftarena und so fehlt den „Haien“ nur noch ein einziger Punkt, um den vierten Tabellenplatz sicher unter Dach und Fach zu bringen. Im letzten Heimspiel der Saison am Sonntagabend gab es dann aber eine kuriose 2:5-Niederlage gegen Burgau.

Burgau war ein Gegner, der über viel Kampf und eine disziplinierte Mannschaftsleistung bezwungen werden musste. Ganze elf Minuten neutralisierten sich beide Teams im ersten Drittel, wobei die Gastgeber einige Torchancen vergaben, bis sie schließlich durch ihren Kapitän Simon Arzt mit 1:0 in Führung gingen. Zwei Minuten vor Drittelende war es einmal mehr „Sharks“-Topscorer Tobias Jörg, der einen Abpraller hinter dem Tor aufgriff und zwischen die Pfosten beförderte. Mit diesem Spielstand wollte man gerne in die Pause gehen, allerdings scheiterte dieses Ziel bei einem Scheibenverlust im gegnerischen Drittel, denn den anschließenden Konter verwerteten die Hausherren zur zwischenzeitlichen Führung. Deutliche Ansprache Helmut Wahl war gezwungen, seine Mannschaft auf Kurs zu bringen, was im zweiten Abschnitt aber zunächst noch keine Früchte tragen wollte: Die Eisbären erhöhten vielmehr auf 3:1. Dann aber begann die stärkste Phase der „Haie“. Johannes Albl war es, der einen Schuss von der blauen Linie abfälschte und den Anschlusstreffer für die „Haie“ erzielte. Für den Ausgleich zeichnete sich wiederum Tobias Jörg verantwortlich, der dem unglücklichen Burgauer Keeper die Scheibe frech durch die Schienen schob. Nur eine Minute später erzielten Markus Schneider und Alexander von Sigriz ein Tor in Co-Produktion, als sie gemeinsam auf den Puck schlugen und dieser im Kasten einschlug. So ging es mit einem Ein-Tore-Vorsprung in den letzten Abschnitt. Hier gingen den Gastgebern die Kräfte merklich zur Neige und den Kemptenern boten sich immer mehr Freiräume. Eine schon verloren geglaubte Scheibe erkämpfte sich Alex von Sigriz zurück, legte ab auf Albl und der schoss zum 5:3 ein. Einen weiteren Konter verwertete der Kapitän selbst, als er den Goalie mit einer kurzen Körpertäuschung in die falsche Ecke schickte und nur noch einzuschieben brauchte. Drei Tore Vorsprung sollten eigentlich reichen, aber die Burgauer steckten nicht auf und kamen ihrerseits zum Anschluss, auch wenn die Unparteiischen einen vorangegangenen hohen Stock übersahen. An diesem Abend sollten aber die „Sharks“ zum ersten Mal siegreich aus Burgau zurückkehren, dafür sorgte der Kapitän Alexander von Sigriz mit seinem zweiten Treffer persönlich. Mit 2:5 mussten sich die „Haie“ schließlich in ihrem letzten Heimspiel gegen Burgau geschlagen geben. Dabei standen die Vorzeichen von Anfang an gut für die Hausherren: Über 300 Zuschauer hatten den Weg ins Stadion gefunden, um die Mannschaft ein letztes Mal in dieser Saison spielen zu sehen und sich danach mit Spielern und Trainern über die Spielzeit zu unterhalten. Führung verspielt Die „Haie“ startete mit flottem Kombinationsspiel und wollten den mit nur zehn Mann eingereisten Gästen die Zähne gleich von Beginn an ziehen. Keine fünf Minuten dauerte es bis zum Führungstreffer durch Tobias Jörg, der auf Zuspiel von Florian Jahrmann den Gästekeeper überwinden konnte. Als Kapitän Alexander von Sigriz von einem Gegenspieler bei einem Check die Nase gebrochen wurde, sahen sich die beiden Unparteiischen Fetzer und Lovre nicht veranlasst, dieses Foul mit einer Strafzeit zu verstehen. Auch in der Folgezeit sorgten die Schiedsrichter mit ihren Entscheidungen oftmals für Unverständnis. Die „Sharks“ marschierten aber weiter auf das Gehäuse der Burgauer. Verdienter Lohn war die 2:0-Führung durch Florian Jahrmann. Der zweite Abschnitt stand ganz im Zeichen der Referees, denn sie ahndeten beinahe jeder Körperkontakt der Kemptener mit zwei Strafminuten, die Gäste blieben für ihr hartes Spiel größtenteils unbestraft. So kamen sie nicht nur zum Anschlusstreffer kurz nach Wiederanpfiff, sie zogen sogar auf 4:2 davon. Hier war es auch nicht von Bedeutung, dass eines dieser Tore fiel, als sie für alle sichtbar mit sechs anstelle mit fünf Spielern aufs Tor stürmten. Für den Schlussabschnitt hatten sich die Hausherren vorgenommen, den Fans eine Aufholjagd zu präsentieren, diese wurde aber vom 2:5 der Gäste im Keim erstickt. Ein klares Tor von Tobias Pichler wurde nicht anerkannt, obwohl die Scheibe frei vor dem Torhüter gelegen hatte. Die weiteren Angriffsbemühungen verpufften in den Abwehrreihen der Gegner. Jetzt gilt es für die Jungs von Trainer Helmut Wahl, am kommenden Wochenende die beiden Auswärtsspiele in Bad Wörishofen und Fürstenfeldbruck zu gewinnen.

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