Sibylle Lenz bleibt an der Spitze

Der neu gewählte Vorstand der Freien Wähler Isny: Anton Mohr (v.l.), Rainer Leuchtle, Sibylle Lenz, Gebhard Mayer und Martin Eisleb Foto: Schubert

Neuwahlen standen jüngst auf dem Programm der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler Isny. Sibylle Lenz, wiedergewählte erste Vorsitzende des Vereins, erinnerte daran, dass die Freien Wähler nicht den Anspruch haben als Partei aufzutreten, sondern sich ihrer politischen Arbeit als Verein widmen.

Mit 48 Mitgliedern stellen die Freien Wähler nicht gerade eine große Bürgerbewegung dar, und das ist auch nicht ihr Anspruch. Immerhin sind sie mit fünf Sitzen im Gemeinderat vertreten und es sind vor allem ihre Wähler, die ihnen den nötigen Rückhalt in der Struktur der politischen Landschaft in Isny geben. Trotzdem ist Lenz der Meinung, dass mehr Mitglieder geworben werden sollten. „Was die Freien Wähler ausmacht, ist eben die Freiheit der Meinungsäußerung und die Eigenverantwortung für die im Gemeinderat zu treffenden Entscheidungen.“ Nach der Vorstellung des Kassenberichts und der Entlastung des Vorstandes standen die Neuwahlen an. Sibylle Lenz erklärte sich bereit noch einmal den Vorsitz zu übernehmen und die Mitglieder bestätigten sie im Amt. Zweiter Vorsitzender bleibt Gebhard Mayer, obwohl er eigentlich abgelöst werden wollte. Als Fraktionsvorsitzender und auch geschäftlich stark ausgelasteter Mann hätte er seinen Posten gerne abgegeben. Da sich dafür jedoch niemand zur Verfügung stellte, wählten ihn die Mitglieder wieder. Die zu wählenden Beisitzer für diese Wahlperiode sind Anton Mohr, Rainer Leuchtle und Martin Eisleb. Die Kassiererin Helga Halder übernimmt ebenfalls weiter die Aufgaben. Informationen blockiert Die Altstadtsanierung und das schleppende Vorgehen dabei, die auftauchenden Schwierigkeiten bei dem Projekt „Neues Stadttor Isny“ und die Berichterstattung über den Haushalt der Stadt hatte Gebhard Mayer in seinem Bericht über die Arbeit im Gemeinderat eingebracht. Ähnlich wie bei der DSL- Diskussion für Bolsternang wurden nach seiner Meinung viele Informationen blockiert und mit dem dabei angewandten Stil der Stadtverwaltung konnte er sich nicht anfreunden. Ob Windkraft, Bauprojekt oder Marktplatzgestaltung: Die Schwierigkeiten sind auch für die nicht im Gemeinderat vertretenen Mitglieder der Freien Wähler deutlich. Besonders Rolf Schmid brachte einige Kritik vor. So ist es nach seiner Meinung nicht der richtige Stil, aus dem Landesverband der Freien Wähler auszutreten, ohne die Mitglieder des Ortsvereins dazu zu hören. Auch zur Tätigkeit im Gemeinderat hatte er eine klare Meinung: „Ich bin fassungslos, wie die Verwaltung mit dem Gemeinderat umgeht und fassungslos, dass der Gemeinderat sich das gefallen lässt.“ Darauf entgegnete Sibylle Lenz allerdings: „Die Gegensätze in dem Gemeinderat sind nicht besonders groß und die Unstimmigkeiten zwischen den Fraktionen sind ebenfalls nicht besonders groß. Auch die Verwaltung hat ihren Teil positiv in die entstehenden Diskussionen mit eingebracht.“

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