"Sie stehen demnächst in der Verantwortung"

Auszeichnung der Besten bei der Freisprechungsfeier im Kornhaus: Christian Agerer (vorne v.l.), Pius Haberstock und Johannes Mohr, Sabrina Schober (stehend v.l.), Patrick Rauch, Philipp Reichert, Valerie Gierer, Sascha Mohr, Waldemar Schnur, OB Dr. Ulrich Netzer, Markus Schramm, Landrat Gebhard Kaiser, Hans-Peter Rauch und Hans-Peter Hartmann, Kreishandwerksmeister. Foto: prb

„Leistung lohnt sich“, und „Leistung und Erfolg gehören zusammen“, davon ist Hans-Peter Hartmann, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Kempten, überzeugt. Deshalb könnten die 120 jungen Handwerkerinnen und Handwerker, die sich jetzt zur Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft im Kornhaus eingefunden hatten, von sich sagen: „Es hat sich für mich gelohnt, meine Leistung hat mich voran gebracht. Ich habe Erfolg gehabt.“ Allerdings, gab Hartmann zu bedenken, es lägen noch viele Ziele vor den jungen Gesellen.

Zu diesen Zielen gehören nach Auffassung von Hartmann Weiterbildung und Berufserfahrung. Die Chancen nutzen und die Wege gehen, dass müssten die jungen Handwerker selbst. Denn die Leistungsanforderungen würden bestimmt nicht weniger. Aber mit Einsatz und Fleiß werden sie sicherlich ihre weiteren Ziele erreichen. Hartmann zog in diesem Zusammenhang den Sport als Beispiel heran. Wer den festen Willen habe, ein Ziel zu erreichen, der könne es auch schaffen. Auch wenn man nicht gleich auf dem Siegertreppchen lande. Die Unternehmen seien auf hellwache, motivierte und gut ausgebildete junge Menschen angewiesen. Dazu gehörten die jungen Handwerker. „Ihre Leistung ist schlussendlich unser aller Erfolg. Sie sind die Generation, die demnächst in der Verantwortung steht“, so Hartmann. „Für unser Land, für unsere Gesellschaft und somit für uns alle“, appellierte der Kreishandwerksmeister an die Junggesellen. Landrat Gebhard Kaiser (CSU), der auch im Namen des Kemptener Oberbürgermeisters Dr. Ulrich Netzer (CSU) sprach, betonte ebenfalls die Bedeutung von Fleiß, Einsatzbereitschaft und Durchhaltevermögen für das berufliche Weiterkommen. Ein einmal erlernter Beruf sei eine gute Grundlage und Ausgangsposition, aber keine lebenslange Garantie. Es komme darauf an, jetzt etwas daraus zu machen. Hans-Peter Rauch, Vizepräsident der Handwerkskammer für Schwaben, brach eine Lanze für die Jugend. So dramatisch schlimm, wie es oft dargestellt würde, seien die Zustände nicht. Seine persönlichen Erfahrungen mit den jungen Leuten seien ausgesprochen positiv. Er habe Hochachtung vor der Jugend, die sich in vielen Bereichen hervorragend engagiere und eine enorme Motivation an den Tag lege. Unterhaltsamer Vortrag Festredner Josef Epp, Buchautor, Religionslehrer und Klinikseelsorger, faszinierte in seinem Vortrag „Zwischen Gewinn und Verlust – wo bleibe ich?“ sein Publikum. Der Referent verstand es, ein eigentlich schwieriges Thema so unterhaltsam, auch mit viel Humor gewürzt, vorzutragen, dass das Publikum aller Altersstufen ihm gerne zuhörte. Im Rahmen der diesjährigen Freisprechungsfeier konnten einmal mehr Prüfungsbeste der einzelnen Innungen ausgezeichnet werden. Gottfried Voigt, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, moderierte in gewohnt unterhaltsamer Weise die Überreichung der Gesellenbriefe sowie die Ehrung der Prüfungsbesten.

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