Sieben auf einen Streich

Gegen den TSV 1860 München bleibt den Spielern des TSV Kottern beim 0:7 in der ABT-Arena nur das Hinterherlaufen. Foto: Emanuele

Im Rahmen der Vorbereitung auf die neue Saison trafen am Donnerstag Bayernliga-Aufsteiger TSV Kottern und Zweitligist TSV 1860 München in der Kotterner ABT-Arena aufeinander. Damit setzten die St.-Manger ihre Tradition fort, während der Vorbereitung auf die neue Saison gegen einen Bundesligisten zu spielen. Nach zwei Niederlagen gegen Hertha BSC Berlin in den vergangenen beiden Jahren setzte sich aber auch die Niederlagenserie fort – 0:7 hieß es am Ende gegen die Profis.

Auch beim Testspiel gegen den in Bestbesetzung angetretenen TSV 1860 München hielten die Kotterner wie in den Jahren zuvor gegen Berlin anfangs gut mit. Nach knapp zehn Minuten Spielzeit verhinderte Florian Mayr eine Münchener Torchance auf der Torlinie. Allerdings nahm er dabei die Hand zu Hilfe und dem Bundesliga-Schiedsrichter Robert Hartmann (SV Krugzell) blieb keine andere Wahl, als dem Kotterner die Rote Karte zu zeigen und einen Strafstoß zu verhängen. Viele Zuschauer meinten zwar, eine gelbe Karte und ein Elfmeter für die Münchner hätten es auch getan, doch die Regel ist nunmal eindeutig. Das bestätigte auch Florian Mayr nach dem Spiel selbst: niemand außer ihm habe Schuld an dem Platzverweis, meinte er und entschuldigte sich bei seiner Mannschaft für den Platzverweis. Den fälligen Strafstoß verwandelte der ehemalige Nationalspieler Benny Lauth souverän zum 1:0 für die Gäste. Nachdem die Kotterner nun auch noch in Unterzahl geraten war, erwartete jeder ein Torreigen der Münchener. Doch der TSV Kottern hielt auch in Unterzahl erstaunlich gut mit. In der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit schaffte Benny Lauth mit zwei weiteren Toren einen lupenreinen Hattrick und die Löwen führten zur Pause mit 3:0. Auch nach dem Seitenwechsel sah man zehn tapfere St.-Manger mit einem überragenden Torwart Martin Gruber, die sich der Angriffe der Löwen erwehrten. Der eingewechselte Marcus Zeireis traf dann nach einer guten Stunde Spielzeit zum 4:0 für den TSV 1860. Wenige Minuten später erhöhte Liridon Vocaj auf 5:0, ehe Sebastian Meier und abermals Marcus Ziereis die zwei weiteren Tore zum 7:0 Endstand erzielten. Über 1100 Zuschauer sahen ein munteres Spiel. Das Ergebnis war aufgrund der drei Ligen Unterschied standesgemäß.

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