Schreinerinnung gibt Sieger des Wettbewerbs "Gut in Form" bekannt

Können, Kreativität, Geschick

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Die Stehbar von Dominik Fechtig ist ein echter Hingucker und erfüllt alle Kriterien, die beim Wettbewerb „Gut in Form“ gefordert werden: Schönheit, Funktion und Konstruktion. Und sie entspricht dem Zeitgeschmack. Seine Arbeit und andere Gesellenstücke sind im Forum Allgäu bis zum 6. August zu besichtigen.

Kempten – Alle Schreiner-Lehrlinge, die nach dem einjährigen Berufsgrundschuljahr im Jahre 2013 ihre Ausbildung in Allgäuer Betrieben begannen, beendeten dieses Jahr ihre Ausbildung „mit Bravour“, ließ Stefan Holzer, Obermeister der Schreinerinnung Allgäu, wissen. Neben der theoretischen und praktischen Prüfung, wird von den Azubis gefordert, ein Werkstück selbständig zu planen und in einer vorgegebenen Zeit umzusetzen. Diese Arbeit fließt in die Bewertung für den Abschluss mit ein. Innungssieger 2016 wurde Andreas Eberle, der seine Ausbildung bei der Schreinerei Eberle, Altusried, absolvierte.

Parallel zur Gesellenprüfung, läuft der Wettbewerb „Die gute Form“. Dabei geht es nicht um Noten, sondern es spielen gestalterische Aspekte – Idee, Form, Funktion und Konstruktion – eine Rolle. Während die Gesellenstücke von Fachlehrern sowie Meistern bewertet werden, nominiert eine externe Jury die Exponate für den Wettbewerb „Die gute Form“. Die Aktion läuft bundesweit und ist entsprechend hoch angesiedelt.

In einer kleinen Feierstunde im Forum Allgäu wurden die Wettbewerbssieger „Die gute Form“ am Montagabend durch Holzer bekanntgegeben. Ebenfalls anwesend war Kemptens Bürgermeister Josef Mayr, der sich in einer kurzen Rede von den gezeigten Exponaten begeistert zeigte und gleichzeitig dafür warb, die heimischen Betriebe mit Aufträgen zu versorgen, um das Schreinerhandwerk zu erhalten.

Für den stellvertretenden Landrat Alois Ried war klar, dass auch das Schreinerhandwerk mit seinem wertigen Innenausbau in Hotels und Gaststätten für den guten Tourismus im Allgäu verantwortlich zeichnet. „Schreiner/in ist einer unserer schönsten Handwerksberufe überhaupt“, unterstrich der Präsident der Handwerkskammer Schwaben, Hans Peter Rauch. Ekaterina Avdosyeva, Centermanagerin, erinnerte daran, dass die Ausstellung im vergangenen Jahr ebenfalls in Forum stattfand und sie damals bereits von den hervorragenden Arbeiten beeindruckt war. Ebenfalls gekommen waren MdL Dr. Leopold Herz und Kreishandwerksmeister von Sonthofen, Ulrich Kennerknecht. Begrüßen konnte Holzer Vertreter der Berufsschule Immenstadt sowie Angehörige der Auszubildenden. Mit schmissiger Musik sorgten „die drei Schmuggler“ für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung.

Nicht leicht hatte es die Jury um Ekaterina Avdosyeva, Telemarkerin Johanna Holzmann, Architekt Thomas Meusburger, Bürgermeister Josef Mayr, Alexander Stingl (Sparkasse Allgäu) und Hans Peter Rauch, die Gewinner für den Wettbewerb zu küren. „Es ist schön, dass sie sich die Zeit genommen haben, hier zu sein. Somit zeigen sie, dass ihnen unsere Jugendlichen am Herzen liegen“, dankte Holzer der Kommission. Die Siegerehrung und Preisübergabe übernahm Sparkassen-Vertreter Alexander Stingl. Den dritten Platz belegte Lukas Köcheler vom Ausbildungsbetrieb Willmann, Oberstdorf. Mit einem formschönen Couchtisch erreiche Valentin Wagner (Schreinerei Beinder, Weitnau) den zweiten Platz. Den Sieg holte sich Dominik Fechtig, der die Jury mit einer Stehbar überzeugte. Er habe etwas herstellen wollen, das er auch später noch gut nutzen kann, so Fechtig im Gespräch mit dem Kreisboten. Das Einrichtungsstück sei nicht zu groß und passe in jedes Wohnzimmer, präzisierte der 23-Jährige Jungschreiner seine Entscheidung.

Fechtig wurde in der Schreinerei Gehring, Blaichach, ausgebildet. Er ist sich sicher, dass er sich für den richtigen Beruf entschieden hat, in dem er auch weiterhin tätig sein will. Als Wettbewerbssieger im Bereich der Schreinerinnung Allgäu darf er am Landeswettbewerb, der auf der „Heim und Handwerk“ in München durchgeführt wird, antreten.

Hildegard Ulsperger

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