Siloah im Wandel

Seit 99 Jahren gibt es nun schon das Evangelische Kinder- und Jugenddorf Siloah. Zuerst als Waisenhaus in Neu Pasua und seit 1968 in Isny, wo dann schon der Waisenhausverein die Geschicke in die Hand genommen hat. Inzwischen gab es unter verschiedenen Gesamtleitern immer wieder gute und schlechte Zeiten. Nun wird ein ein endgültiger Wandel vollzogen.

Die „Zieglerschen“, eine große Diakonische Einrichtung, haben Siloah übernommen. Nach einer langen Durststrecke sollen die guten Zeiten wieder Oberhand gewinnen. Durch die Verluste der letzten Jahre hatte der Waisenhausverein finanzielle Probleme und auch die Leitung war aus dem Ruder gelaufen. Der Verwaltungsrat des Waisenhausvereins hat seit Januar intensiv nach Partnern gesucht, die in der Lage wären, Siloah wieder in ruhiges Fahrwasser zu führen. In einer Mitgliederversammlung im Frühjahr wurde Christian Glage, der neue fachliche Geschäftsführer, dazu legitimiert und nahm Kontakt zu verschiedenen Institutionen auf. Das Angebot mit der höchsten Akzeptanz kam laut Glage von den „Zieglerschen“, und im Juli wurde der entsprechende Vertrag ausgehandelt. Der bis dahin federführende Waisenhaus- verein wandelt sich nun in einen Förderverein für das Kinder- und Jugenddorf. Unter der Leitung von Glage, der kaufmännischen Geschäftsführerin Christine Rapp, Bereichsleiter Andreas Sauter und dem alten Mitarbeiterstab soll das Alltagsgeschäft von Siloah wieder auf einen besseren Weg gebracht werden. Zurzeit sind noch fünf der Häuser in Betrieb. Die stillgelegten Häuser werden bei passender Belegung wieder aufgemacht, so Glage. Außenwohngruppen sollen ebenfalls forciert und neben der noch bestehenden im Isnyer Schloss voran gebracht werden. Auch in der Schule wird sich etwas tun. Grund-, Haupt- und Förderschule bleiben bestehen. Schulleiter Johannes Mast führt weiterhin das Lehrerkollegium an und auch der Tagesablauf in den Gruppen soll sich stabilisieren. Zusammen mit dem Martinshaus Kleintobel wird Kooperation groß geschrieben. „Gemeinsam ist man für die Zukunft stabiler aufgestellt. Die Einzugsgebiete ergänzen sich und ein durchlässiges Bildungsangebot ist die Grundlage“, sagte Glage. „Gemeinsam ist man ein verlässlicher Partner gegenüber dem Jugendamt Ravensburg als Sozialplanungspartner.“ Auch die Kontakte zur Stadt Isny und den sozialen Bereichen der Stadt sollen intensiviert werden. Bleibt abzuwarten, wie sich das Ganze entwickelt.

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