Sinnvoller Einsatz von Steuergeld

Gemeinsam mit Minister Peter Ramsauer (4.v.l.) freuen sich BSG-Vorstand Mario Dalla Torre (v.l.), Aufsichtsratsvorsitzender Herbert Schiek, OB Dr. Ulrich Netzer, Staatsekretär Dr. Gerd Müller sowie der Ostallgäuer Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl. Fotos: Spielberg

Richtig was los war am vergangenen Freitag, als sich viele Bewohner von St.- Mang im neuen Stadtteilzentrum „Im Oberösch” trafen, um gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Peter Ram-sauer die Fertigstellung des Marktplatzes zu feiern. Eingeladen hatte die BSG-Allgäu, die gemeinsam mit der Stadt Kempten, der Diakonie und der Lenkungsgruppe „Soziale Stadt Sankt Mang” innerhalb der letzten fünf Jahre die Um- und Ausgestaltung des Marktplatzes Oberösch angegangen war und heuer die Fertigstellung aller baulichen und sozialen Maßnahmen verkünden konnte.

Hierfür hatte es vom Bund, Land und Kommune im Rahmen des „Bund-Länder-Programms” hohe finanzielle Zuwendungen gegeben, aber auch die BSG-Allgäu beteiligte sich mit rund 1,7 Millionen Euro am Projekt „Soziale Stadt Sankt Mang”. Ziel war es dem erhöhten sozialen Entwicklungsbedarf des Stadtteils Genüge zu leisten und innerhalb eines Zeitfensters von fünf Jahren mit der Schaffung eines lebens- und liebenswerten Marktplatzes ein kommunikatives Zentrum für die Anwohner zu schaffen. Dort sollen sich die St.-Manger treffen, miteinander ins Gespräch kommen und sich gerne aufhalten. Zudem wurde mit einem Miniladen, der ähnlich wie die BSG-Allgäu genossenschaftlich organisiert ist, gerade für die älteren Anwohner eine Möglichkeit geschaffen, kleine Einkäufe für den täglichen Bedarf im fußläufigen Bereich selbst zu erledigen. Es gibt zudem in der neuen „kleinen Fußgängerpassage” einen Bäcker, Apotheker, Friseur und der neu gestaltete Marktplatz mit seinen Kirschbäumen und Sitzmöglichkeiten lädt zum Verweilen ein. Überzeugendes Konzept Dass dieses gesamte Stadtentwicklungskonzept von den Anwohnern angenommen wurde und wird, konnte man beim Schlendern über das Festgelände feststellen. Überall mischte sich ein Publikum aus jungen Familien mit Kindern, die an der Hüpfburg, am Kinderkarussell oder der Soccer-Arena tobten und lärmten, mit vielen älteren Anwohnern und solchen mit Migrationshintergrund. Das Konzept der BSG, durch diese Maßnahmen die Wohn- und Lebensbedingungen sowie die wirtschaftliche Basis im Stadtteil zu stabilisieren und zu verbessern und bei den Anwohnern eine Identifikation mit ihrem eigenen Stadtteil zu fördern, scheint aufzugehen. Darüber mochte sich auch der Ehrengast des Nachmittags selbst ein Urteil bilden – auf Einladung des parlamentarischen Staatssekretärs und Bundesstagsabgeordneten Dr. Gerd Müller (CSU) war Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer (CSU) im Oberösch erschienen. Ramsauer betonte, dass hier Steuermittel sinnvoll eingesetzt wurden und lobte insbesondere die Arbeit der BSG und erklärte deren genossenschaftliches Geschäftsmodell als vorbildlich. Dank an Ramsauer Zuvor hatte sich BSG-Vorstand Mario Dalla Torre beim Bundesminister für die finanzielle Beteiligung des Bundes bedankt und auch OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) war angesichts des bunten Treibens an diesem Nachmittag im Oberösch zufrieden mit dem Er-reichten. Im Anschluss an die Ansprachen vor dem BSG-Gebäude, machten die Verantwortlichen einen Spaziergang über das Areal und besuchten dabei auch das neue Stadtteilbüro. Einen kleinen Seitenhieb aber musste Bundesminister Dr. Peter Ramsauer an diesem Nachmittag noch auf einen seiner Amtskollegen aus der Bundeshauptstadt loswerden, der in der vorvergangenen Woche mit der pünktlichen Fertigstellung eines Großflughafens in den Gurkensümpfen der Spree förmlich versunken sei.

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