Spannende Entdeckung

Der jetzt in der Altstadt neu entdeckte Brunnen sieht wirklich gut aus. Zunächst sind die Archäologen nur bis 1,20 Meter tief vorgedrungen. Foto: Schubert

Für den Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag, 9. September, hat Doris Schmid, Leiterin der Ausgrabungen in der Altstadt von Isny, drei Führungen über das Areal Altstadt Süd vorgesehen. Dann kann man sich wieder ein Bild vom Fortgang der Ausgrabungen machen, denn auch für Laien wird es dort allmählich interessant: Fast täglich werden neue Funde gemacht und in den letzten Tagen ist ein gut gebauter Brunnen entdeckt worden.

Hier ist man aus Gründen der Standsicherheit nur bis in 1,20 Meter Tiefe vorgedrungen. An den anderen Stellen der Ausgrabungsstätte kommen die Mitarbeiter des archäologischen Teams ebenfalls gut voran. Noch ist nicht abzusehen, ob das Team noch verstärkt werden muss, um den Aufgaben gewachsen zu sein. Seit Montag sind jedenfalls noch drei Studenten zur Verstärkung dazu gekommen. Die Führungen am Tag des offenen Denkmals sind um 11, 14 und 15.30 Uhr ab der alten Schmiede neben dem ehemaligen Büro der SZ (Hofstatt 4). Interessante Funde Zurück zur Ausgrabungsstätte: In einer der Gruben im mittleren Bereich wurden zum Beispiel Deckenbretter entdeckt, die dort hinein stürzten und nun sorgfältig untersucht werden. Die archäologische Bestandsaufnahme ist sowieso ein gesondertes Gebiet bei den Untersuchungen. So ist auch der frei gelegte Brunnen noch nicht genau in seinem Alter zu bestimmen. Daran wird aber noch gearbeitet. Eine Reihe von Kieselsteinen fällt ebenfalls ins Auge. Die sind aber deutlich jüngeren Datums und gehören zu dem bereits abgerissenen Haus, das hinter der Gasthaus „Bären” stand und von dem noch immer ein Giebel zu sehen ist. Auch am provisorischen Parkplatz im oberen Bereich sollen noch Ausgrabungen vorgenommen werden. Jetzt wird dort aber zunächst der Schutt vom Abriss beseitigt.

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