Sportwagen aus Leubas?

Die Pläne für ein Porsche-Autohaus am Ortseingang von Leubas werden konkreter. Eine entsprechende Bauvoranfrage hat kürzlich das Autohaus Seitz gestellt. Die hat der Bauausschuss aber erst einmal auf Eis gelegt, denn erst muss der Flächennutzungsplan (FNP) rechtskräftig werden. Dem Start zu einem Bebauungsplanverfahren gab er jedoch das OK, mit Gegenstimmen der Grünen/FL. Denn während die CSU dem Verfahren ergebnisoffen gegenübersteht, lehnen die Grünen das Vorhaben ab.

Ein etwa sechs Meter hohes Gebäude von rund 50 mal 50 Metern Ausmaß will Seitz auf dem 7780 Quadratmeter großen Gelände bauen, erklärte Baujuristin Dr. Franziska Renner. Es soll einen Schauraum und eine Werkstatt beinhalten. Die Maße seien nur grobe Werte, denn der Bau habe keine gerade Form, so Renner. Er entspricht vielmehr dem halbrund anmutenden Entwurf des Architekturbüros „msw Architekten“, den die Leiterin des Stadtplanungsamtes, Antje Schlüter, im Februar schon einmal im Ausschuss vorgestellt hatte. Damals ging es darum, das Areal im Flächennutzungsplan vom Mischgebiet in eine Sonderbaufläche für ein Autohaus zu ändern (der KREISBOTE berichtete). Der FNP befinde sich derzeit in der Auslegungsphase und sei noch nicht rechtskräftig. Als nächsten Schritt müsse die Stadt einen Bebauungsplan erstellen. Das gehe auch parallel zum FNP-Verfahren, wie Baureferentin Monika Beltinger erklärte. „Meine Fraktion hat ausdrücklich gesagt, dass das Ende des Verfahrens für uns offen ist“, betonte der CSU-Fraktionsvorsitzende Erwin Hagenmaier. Das B-Planverfahren halte er für besonders gut geeignet, um offene Fragen zu klären. Reibungspunkte fanden vor allem die Vertreter der Fraktion Grüne/FL. Das moderne Gewerbegebäude würde nach ihrer Ansicht den dörflichen Charakter von Leubas beeinträchtigen. „Wir können uns diese städtebauliche Entwicklung nicht gut vorstellen und wir wünschen sie nicht“, so Hans Mangold im Namen seiner Fraktion. Schon der Änderung des FNP hatten Elisabeth Brock und Mangold ihre Zustimmung verweigert. „Nach unserer Logik müssen wir auch jetzt dagegen Stimmen“, erklärten die Stadträte.

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