Auf den Spuren der Post

Die vollbesetzte Postkutsche rollte jetzt einmal mehr im gemächlichem Tempo zweier Pferdestärken von Isny über Bad Wurzach nach Ochsenhausen – eine Reise auf den Spuren der Königlich Württembergischen Post, die zwischen 1841 und 1899 auf dieser Route dreimal wöchentlich verkehrte. „Hoch auf dem gelben Wagen“ konnten die Reisenden dabei nicht nur die Bilderbuchlandschaft zwischen Allgäu und Oberschwaben, sondern auch zahlreiche kulturhistorische Kleinode am Wegesrand entdecken.

Insgesamt fünfzehn Personen haben es sich bei den beiden Fahrten in der gelben Berline, die der Kutscher Walter Ertl nach Originalplänen selbst gebaut hat, und einem zusätzlich eingesetzten Landauer gemütlich gemacht. Schon Ertls Urgroßvater bereiste als Postillion die gleiche Strecke. Er selbst war 41 Jahre lang bei der Post beschäftigt. Als Kutscher versetzt er seine Mitfahrer nicht nur mit seiner schwarz-gelb-roten Uniform und seinem Posthorn, sondern auch mit seinen lebhaften Erzählungen über Dienstvorschriften und Pflichten der Königlich Württembergischen Postillione zurück ins 19. Jahrhundert. Wer sich ebenfalls mit der Postkutsche auf die Reise in die Vergangenheit begeben möchte, muss sich schnell entscheiden. Noch dreimal wird die Postkutsche heuer von Isny nach Ochsenhausen fahren: Freie Plätze gibt es noch im August (3. bis 6. August), beim September-Termin (1. bis 4. September) ist noch ein Einzelplatz verfügbar. Ab vier Personen sind auch Sondertermine möglich. Weitere Informationen gibt’s bei der Isny Marketing GmbH, Büro für Tourismus unter der Telefonnummer 07562/ 975630, per Fax an 07562/9756314, per E-mail an info@tourismus.de oder im Internet unter www.isny.de. Dort kann die Kutschfahrt auch gebucht werden.

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