St.-Manger sind zufrieden mit ihrem Stadtteil

Stellten sich den Anliegen der St.-Manger: OB Dr. Ulrich Netzer (v.l.), Ortsvereins-Vorsitzende Silvia Rupp sowie die CSU-Stadträte Karl Sperl, Franz Mayr und Edgar Rölz. Foto: Tröger

Dass St.-Mang längst aus seinem Dornröschenschlaf erwacht ist und laut Silvia Rupp, CSU-Ortsvorsitzende St.-Mang, sowohl „interessant für Firmen ist“ als auch „attraktiv für die Gastronomie“, wurde angesichts der nur kurzen „Mängelliste“ bei der Veranstaltung „Wo drückt der Schuh?“ im Stadtteil offenbar. Rund 40 Interessierte waren der Einladung des CSU-Ortsverbandes vergangene Woche gefolgt.

Von OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) erfuhren sie aktuelle Entwicklungen und auch Lob oder Tadel konnten sie direkt an den Kemptener Rathauschef adressieren. Verbesserungen wurden für potentielle Gefahrenstellen im Straßenverkehr, bessere Busverbindungen an Wochenenden und mangelnde Bushäuschen angemerkt. Kritik gab es unter anderem wegen der stark angestiegenen Verkehrsbelastung mit ihrer Begleiterscheinung „Lärm“ in der Maistraße, die – so ein Anwohner – „zur reinen Durchfahrtsstraße für die Ludwigshöhe“ geworden sei. Als zusätzliche Belastung wurden die vielen am Straßenrand parkenden Autos gesehen. Derzeit sei man dabei, Erfahrungen mit Flüsterasphalt zu sammeln, stellte Netzer als Lösungsmöglichkeit in Aussicht. Mario Dalla Torre, geschäftsführender Vorstand der Bau- und Siedlungsgenossenschaft (BSG) Allgäu, stellte klar, dass der Versuch die Parksituation dort durch den Bau einer Tiefgarage „zu entschärfen“ am Widerstand der Anwohner gescheitert sei, die um ihren Spielplatz gebangt hätten. „Wenn die Gegner überzeugt werden, verspreche ich, dass die BSG die Tiefgarage baut“ und Spielplatz sowie Bäume danach wieder hin kommen, machte er deutlich. Lob für die BSG Aber auch Lob gab es reichlich. Zum Beispiel von Vorsitzender Rupp für den „großen Anteil“ der BSG bei vielen Projekten, wie der Platzgestaltung Im Oberösch mit Miniladen oder dem geplanten „Treffpunkt Im Oberösch“. Mit dem Attribut „sehr gut“ versah sie auch Projekte wie die Jugendarbeit in der Robert-Schuman-Schule, den Jugendtreff, den Treffpunkt der Generationen oder die Integrationsarbeit. Bedenklich sei allerdings die wegen gestrichener Fördergelder „finanzielle Situation“. Laut Netzer sollen einige Themen mit anderen Programmen weitergeführt werden. Auch „müssen wir als Stadt sagen, das ein oder andere ist uns wichtig genug und da nehmen wir ein paar Euro mehr in die Hand“, nannte er unter anderem den „außerordentlich erfolgreichen Jugendtreff“. Positiv wertete das Stadtoberhaupt unter anderem die inzwischen „sichtbaren“ baulichen Maßnahmen an der Robert-Schuman-Schule oder auch den endlich im Frühjahr 2012 beginnenden Bau an der Schule Kottern/Eich. Sanierungsbedarf sah er bei der St.-Manger Feuerwehr, die zudem „nicht am idealen Platz“ sei. Deshalb würden derzeit alternative Standorte geprüft. Grundsätzlich sei das ehemalige „Lebert Gelände“ im Nahversorgungsbereich für St.- Mang und damit für einen Lebensmittelhandel denkbar, ging Netzer auf Rupps Nachfrage ein. Allerdings sei es in Privatbesitz und deshalb vom Eigentümer abhängig, was damit geschehe. Gute Nachrichten hatte er zum „lang gehegten Wunsch“ nach Urnenstelen am St.-Manger Friedhof. Ab November dieses Jahres soll die Anlage mit Platz für 60 Urnen fertig sein. Das Lob für das geplante Glasfasernetz nahm er gerne auf. Es habe mit dem bisherigen nichts zu tun, nannte er die neue Generation „einen Quantensprung“. „Wir sind die zweite Stadt in Bayern, wo es flächendeckend verlegt werden soll“.

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