Stadt ehrt Konzertorganisator Dr. Franz Tröger mit der Merkur-Büste

Unermüdliches Engagement für Musik

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Für sein „Jahrzehntelanges herausragendes Wirken für das Kulturleben der Stadt Kempten“ ehrte Oberbürgermeister Thomas Kiechle (links) den Jubilar Dr. Franz Tröger.

Kempten– „Aller Guten Dinge sind drei“ dachte sich der Salzburger Violinist Benjamin Schmid und erfreute Dr. Franz Tröger und seine Festgäste mit einem ganz persönlichen Geburtstagsgruß. Nach den beiden Konzertauftritten im TheaterInKempten (TIK) am vergangenen Donnerstag und Freitag (siehe Berichte auf Seite 4 ) verlängerte der Stargeiger seinen Aufenthalt in Kempten und trat zu Ehren von Dr. Tröger noch ein drittes Mal auf: diesmal in der Schrannenhalle des Kemptener Rathauses.

Wenn Oberbürgermeister Thomas Kiechle in die Schrannenhalle einlädt, dann handelt es sich immer um einen besonderen Termin. Wenn unter den Festgästen ehemalige und aktuelle Stadträte auftauchen und darüber hinaus die ehemaligen Oberbürgermeister Dr. Josef Höß und Dr. Ulrich Netzer anwesend sind, dann muss es sich schon um ein ganz besonderes Ereignis handeln. „Ehre, wem Ehre gebührt“, so leitete Oberbürgermeister Kiechle seine Festansprache ein. Geehrt wurde im Rahmen der Feierstunde im Rathaus anlässlich seines 80. Geburtstag Dr. Franz Tröger. Der Jubilar, der sich über viele Jahrzehnte zu einer „musikalischen und kulturellen Instanz für Kempten“ entwickelt hat, schlug diesen musikalischen Pfad nicht direkt ein.

"Zu unmusikalisch" 

In seiner Dankesrede erinnerte Tröger daran, dass er in der Schule vom Lehrer aus dem Musikunterricht verwiesen worden war weil er zu „unmusikalisch“ gewesen sei. Erst ein Lehrerwechsel ermöglichte ihm den offiziellen Kontakt zu seiner Leidenschaft der Musik. Bereits in den 1960’er Jahren begann Tröger in eigener Verantwortung Konzerte zu organisieren. Damals noch ohne große Begeisterung von Seiten der Stadt Kempten. Während seiner Zeit als Mitglied im Stadtrat und Kulturbeauftragter der Stadt Kempten trat in dieser Hinsicht ein Wandel ein. Bei seinem Abschied aus dem Stadtrat im Jahre 1981 wurde ihm der Dank für seine Impulse für das Konzertleben der Stadt zuteil. Tröger erinnerte daran wie in diesen Jahren „Manch’ wilde Sache initiiert wurde – ob Förderverein für die Musikschule oder Alpenuniversität.“ „Ein Leben auf der Überholspur“ so bilanzierte Tröger diese Zeit.

Konzerthausatmosphäre 

Diese außergewöhnlichen Verdienste um das kulturelle Leben in Kempten wurden mit einer ebenso außergewöhnlichen Ehrung gewürdigt: Der Merkur-Büste. Hierbei handelt es sich um eine bronzene Nachbildung des römischen Gottes Merkur wie sie vor über 100 Jahren bei Ausgrabungen entdeckt wurde. Vergeben wurde sie zuletzt vor mehr als 14 Jahren.

Passend zur Leidenschaft des Jubilars war das Rahmenprogramm des Festempfangs in der Schrannenhalle: Musik. Jazz-Klarinettist Stephan Holstein präsentierte mit dem Stück „Lullaby of Birdland“ von George Shearing sein ganz persönliches Geburtstagsständchen und Benjamin Schmid (Violine) und seine Frau Ariane zauberten mit einem Preludium von Johann Sebastian Bach Konzertsaalatmosphäre ins Rathaus.

Michael Schropp

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