Ein starkes Jahr für Lindenberg

Bürgermeister Johann Zeh erläutert die aktuelle Situation der Stadt und informiert über künftige Vorhaben. Foto: cut

In jedem Jahr bestätigt sich aufs neue: Lindenberg steht gut da. Die Steuereinnahmen verzeichneten 2011 ein Plus von circa 670 000 Euro gegenüber den schon hohen Erwartungen im Haushaltsansatz. Weil diese Mehreinnahmen vor allem durch Gewerbesteuer und Einkommenssteuer bedingt sind, lässt sich erkennen, dass das Gewerbe floriert und die Beschäftigten in Lindenberg gut verdienen.

Für Bürgermeister Johann Zeh wird das auch im Baugeschehen deutlich. Wichtige Firmen haben bereits erweitert oder bauen derzeit: Bäckerei Schwarz, Allcop, Käse Baldauf, Liebherr, Schweda und Erbiwa. Erbiwa ist damit die erste Lindenberger Firma, die die Erweiterungsmöglichkeit im Gewerbegebiet Westpark nützt. Im Wohnbaubereich gibt es ebenfalls aktuelle Vorhaben. Von den 35 Wohnungen betreuten Wohnens, die die Firma IVG aus Leutkirch auf dem Reich-Gelände ab Frühjahr 2012 bauen will, sind bereits zehn reserviert. Das gibt ein Projekt, wie es schon mit den Seniorenwohnungen neben St. Martin in der Färberstraße funktioniert. Denn auch bei Wohnungen auf dem Reich-Gelände wird das Caritas-Seniorenzentrum die Betreuung sicherstellen. Neue Büro- und Praxisräume sollen zudem auf dem Reich-Gelände entlang der Hauptstraße entstehen. Die Investitionen der Stadt im nächsten Jahr zeichnen sich ebenfalls bereits ab. Sobald der Gestaltungswettbewerb für die obere Hauptstraße einschließlich Stadtplatz entschieden ist, wird die Innenstadtentwicklung wieder Fahrt aufnehmen. Dann stehen Entscheidungen an, wann und was verwirklicht wird. Für das Kulturzentrum Reich läuft die Projektentwicklung zweigleisig: Einerseits wird nun die Baugenehmigung ausgearbeitet, andererseits wurden und werden Zuschussanträge für das Gesamtprojekt gestellt. Bürgermeister Johann Zeh rechnet damit, dass die wesentlichen Zuschusszusagen im Laufe des Frühjahrs eingehen. Die Verlegung des Bolzplatzes in der Lauenbühlstraße startet, sobald die Zuschussbewilligung für den Neubau der Kinderkrippe vorliegt. Dies dürfte im Frühjahr 2012 sein. Der Neubau der Kinderkrippe entsteht ebenfalls. Hier ist die katholische Kirche Bauherr. Zu entscheiden in 2012 ist die Neuvergabe der Stromkonzession. Hier wird eine westallgäuweite Lösung angestrebt. Die Stadtwerke haben ein Regionalwerk vorgeschlagen mit starker Beteiligung der Gemeinden. Der Anteil der kommunalen Beteiligung wird derzeit mit verschiedenen Modellen diskutiert. Hintergrund ist, dass die Kommunen mehr als bisher bei dieser wichtigen Infrastruktur mitreden wollen. Da die 20-jährige Stromkonzession nun ausläuft, beginnt eine konzessionslose Zeit, die jedoch nichts an der Versorgung durch die VKW ändert. Neuer Portalort Maßnahmen für 2012 sind in Lindenberg auch im touristischen Bereich vorgesehen. Da die Sonnenstadt zusammen mit Scheidegg bei der Wandertriologie Portalort ist, wird an mehreren Stellen im Stadtgebiet (Stadtplatz, Stadtpark, evtl. auch am Kulturzentrum) diese neue Wanderkonzeption mit einer erlebnisorientierten Installation dargestellt.

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