Startschuss erfolgt

Marlen Milz (v.l.), Sonja Monninger und Johannes Stolz bei der Begutachtung am Sud. Foto: Schubert

Seit 1516 gibt es nun schon das „Reinheitsgebot für Deutsches Bier“ und die kleinen Brauereien, die sich unter dem Markenzeichen „Brauer mit Leib und Seele“ zusammen geschlossen haben sind ganz besonders daran interessiert, Güte und Reinheit der von ihnen produzierten Biere hoch zu halten. Mit zu den damit verbundenen Traditionen ge- hört das Anbrauen eines Jahrgangsbieres. Die Brauerei Stolz ernennt jedes Jahr Bierpaten, die den rund 100 Tage dauernden Reifeprozess mit überwachen.

Am vergangenen Freitag war es so weit: Hopfen aus Tettnang und der Holletau, sowie Braugetreide aus Oberschwaben aus kontrolliertem Anbau verwendet die Brauerei. Auf konservierende Maßnahmen wird konsequent verzichtet und die Verantwortung liegt bei den Brauereiinhabern persönlich. Josef, Hans und Johann Stolz sind zusammen mit ihren Brauern Ralph Holdenried und Lars Hartmann bei den Vorbereitungen im Sudhaus voll dabei und wenn die Gäste zum Anbraufest eintreffen, köchelt der Sud schon einige Zeit vor sich hin. Anschließend wird der Gehalt der Stammwürze festgestellt. In diesem Jahr liegt er bei 15,6 Prozent und die Menge bei 65 Hektolitern. Jetzt geht alles seinen Gang. Abkühlen, gären, filtern, reifen, die Brauer gehen damit seit Jahren um. Zum Verkosten des Zwickelbieres sind die Bierpaten wieder dabei. Heuer ist es am 24. August so weit. Bis dahin ist das Jahrgangsbier ausgereift und wird feierlich angezapft. Dieses Ereignis lassen sich dann auch Bür- germeister Rainer Magenreuter und viele Isnyer nicht entgehen. Zum Anbrautag am Freitag waren die Tettnanger Hopfenkönigin und eine ihrer Prinzessinnen angereist. Sonja Monninger und Marlen Milz sind schon im zweiten Jahr ihrer Amtszeit und im Herbst sind Neuwahlen. Bis dahin sind die jungen Damen als Repräsentantinnen der 165 Hopfenbaubetriebe rund um Tettnang unterwegs und vertreten mit Überzeugung und Charme deren Interessen.

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