Der Startschuss ist gefallen

Bereits seit einigen Wochen dröhnt der Schlagbohrhammer auf dem Gelände der Sonnenhalde. Bevor aber mit der Umgestaltung und dem Neubau auf dem Gelände begonnen werden konnte, musste allerdings einiges von den alten Gebäuden beseitigt werden. Nun ist „klar Schiff“ gemacht worden und der obligatorische erste Spatenstich konnte vergangene Woche erfolgen.

Die letzten Fundamente der gerade einmal vierzig Jahre alten Häuser neben dem Hauptgebäude sind verschwunden. Sie waren nicht in die neue Konzeption zu integrieren, denn seither hat sich in den Ansprüchen und in den Auflagen viel geändert. Entstehen wird jetzt im neu zu bauenden Flügel der Sonnenhalde ein dreigeschossiges Seniorenheim mit jeweils 25 Einzelzimmern auf jeder Etage, Mittelzentren, einer kleinen Küche zum Mithelfen der Bewohner, Aufenthaltsräume und insgesamt eine Raumkonzeption weit jenseits der gewohnten Heimstrukturen. Die Leiterin der Sonnenhalde, Helga Merk, ist bei den Bauplänen und den grundlegenden Nutzungsideen beteiligt gewesen. Im Nordflügel wird im Anschluss an die Neubauphase eine Reihe von Zwei- und Dreizimmer-Wohnungen entstehen. Hier werden die Wohnungen an Mieter weiter gegeben, die autark leben wollen und trotzdem die Notruforganisation, haustechnischen Service sowie pflegerische oder hauswirtschaftliche Dienste in Anspruch nehmen können. Zwanzig Wohnungen sind vorgesehen. Ausreichend Spielraum Der Zeitrahmen ist weit gesteckt. Mit der Fertigstellung gegen Ende 2011 oder im Frühjahr 2012 haben sich Bauleitung und Evangelische Heimstiftung genügend Spielraum gelassen. Zunächst wird dabei das Pflegeheim fertig gestellt, dann geht es an den Nordflügel. Auch der Eingangs- und Empfangsbereich wird neu organisiert, der Speisesaal zu einem Bistro umgestaltet. Die Kosten der Wohnungen richten sich dann nach den örtlichen Gegebenheiten. Zum Spatenstich und Baubeginn waren Ralf Oldendorf, Prokurist der Bau&Marketing in der Evangelischen Heimstiftung, Pfarrer Johannes Ringwald als Vertreter der Evangelischen Hospitalpflege und der Kirchengemeinden, Bürgermeister Rainer Magenreuter, Edwin Heinz von dem GMS-Architekturbüro und Vertreter der Firma Kirchhoff erschienen, die als Generalunternehmer den Bau und Umbau vornehmen wird. Pfarrer Ringwald führte in seiner Andacht anschließend hin zum Psalm 127: „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Wenn der Herr nicht die Stadt behütet, so wacht der Wächter umsonst“, sagte er. Der jetzt begonnene Um- und Neubau ist zu 100 Prozent eigenfinanziert. Eine staatliche Förderung war nicht zu erreichen, weil nach Meinung der Leistungsträger im Landkreis genügend Heimplätze vorhanden sind.

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