Startschuss für das Millionen-Projekt

Der Spatenstich ist erfolgt: Schülerinnen und Schüler der Robert-Schuman-Schule gaben zusammen mit Jürgen Wölfle (Firma Riebel; hinten v.l.), Rektor Herbert Rotter, Architekt Thomas Meusburger und OB Dr. Ulrich Netzer den Startschuss für die Bauarbeiten. Foto: Läufle

„Eine Operation am offenen Herzen“, wie es Architekt Thomas Meusburger vom Architekturbüro f64 nannte, steht in den kommenden Monaten der Robert-Schuman-Mittelschule St.- Mang bevor. Am Montag ist mit dem Spatenstich dort der Startschuss für ein weiteres großes Schulbauprojekt in Kempten gefallen. Bis August 2013 soll die Schule nun erweitert sowie aus- und umgebaut werden. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen insgesamt rund 7,2 Millionen Euro.

„Endlich ist es soweit. Der langersehnte Anbau beginnt“, freute sich Schulleiter Herbert Rotter. In zwei Bauabschnitten soll die Situation an der mittlerweile 48 Jahr alten Robert-Schuman-Schule verbessert werden. Zuerst erfolgt die Erweiterung der Schule im Passivhausstandard nach Osten und die Einrichtung der Mittagsbetreuung im bisherigen Schulgebäude. Gleichzeitig werde der vorhandene Innenhof in direkter Verbindung zur Mittagseinrichtung neu gestaltet, erklärte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). Diese Maßnahmen sollen bis August 2012 fertig gestellt sein. Im direkt nachfolgenden zweiten Bauabschnitt wird das bestehende Schulhaus generalsaniert und dabei durch Erneuerung der Fenster und einem Vollwärmeschutz an der Fassade energetisch verbessert, sodass ein Niedrigenergiehausstandard entsteht. Zudem wird der Schulhof erneuert. Die Fertigstellung der gesamten Baumaßnahmen ist für August 2013 vorgesehen. Die Planung ist einem langen Entwicklungsprozess immer weiter vorangeschritten. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahmen belaufen sich insgesamt auf 7,2 Millionen Euro. Bei der Regierung von Schwaben sind Fördermittel in Höhe von insgesamt vier Millionen Euro beantragt. Schulleiter Rotter freut sich vor allem auf die „Einhäusigkeit“. In den vergangenen Jahren mussten drei Klassen und einige Fachräume aus Platzgründen in die Duracher Straße 36 ausgelagert werden. Eine Herausforderung bei den Bauarbeiten ist vor allem, dass sie zum Großteil während des laufenden Schulbetriebs erfolgen. Dass der gewohnte Ablauf dadurch eingeschränkt wird, lässt sich nicht vermeiden. „Wir werden alles tun, dass die Einschränkungen sich in Grenzen halten“, betonte Rotter. Seinen Dank sprach der Rektor der Stadt für die „wohlwollende und konstruktive Zusammenarbeit“ aus. Mit dem Spatenstich am Montag sind die Weichen für eine zukunftsfähige Schulentwicklung gestellt worden. Architekt Meusburger ist sich sicher, dass die gesteckten Ziele erreicht werden.

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