Von Steptanz bis Honky Tonk

Kaum war der Wolkenbruch vorbei, gesellten sich schon die ersten Tanzwütigen zu Honky Tonk auf die noch regennasse Bühne – mit rasch ansteckender Wirkung. Foto: Tröger

Tanz, Talk, Musik und Shows aller Art bereicherten die Allgäuer Festwoche und boten neben Ausstellung und Bierzelt vielen Besuchern eine willkommene Abwechslung bis spät in die Nacht. Nicht einmal Wind und Wetter konnte die Allgäuer davon abhalten, auch den zahlreichen Abendveranstaltungen zum Erfolg zu verhelfen.

Einen besonderen Service erfuhren die fast 630 Zuhörer, die zur „Irischen Nacht“, die auch das Klischee vom Irischen Wetter erfüllte, in den Residenzhof gekommen waren. Sie wurden seitens der Festwochenorganisation mit Regenumhängen, Sitzkissen und Decken versorgt, was sehr gut ankam und sicher zu einer alles andere als Regenstimmung beitrug. Begeisterte bereits die Irische Band „Beoga“ mit ihrer Musik, setzten die Tänzer noch eins drauf. Vor allem der Auftritt der O’Connor School aus Sligo, die mit drei, zwischen acht und zehn Jahre alten, Irish Dance Championtänzerinnen aufwartete, die bereits alle Auszeichnungen ihrer Altersklasse gewonnen haben, brachte das Publikum zum Staunen. In wahrer Präzisionsarbeit steppten sie in ihren edlen Profikostümen anmutig über die Bühne. Ebenfalls mehrfach ausgezeichnet, stand ihnen die Celtic Dance Company der Steptanz! Werkstatt Kempten mit astreinen Einlagen kaum nach. Auf der Bühne im Stadtpark gestaltete der Bayerische Rundfunk die ersten Tage der Festwoche mit einer bunten Mischung von Volksmusik bis Klassik, mit Kabarett, Gesundheitsthemen und und und. Eine Perle unter den durchweg guten Nachwuchsbands war „Jazz Police“, die selbst tagsüber reihenweise Zuhörer beschwingten. Die letzten vier Tage gestalteten der lokale Radio- sowie der Fernsehsender mit einem vielseitigen Programm rund um Allgäuer Themen. Ziemlich nervend waren dabei die praktisch permanenten Werbeeinblendungen auf der Rückwand der Bühne. In Allgäuer Hand waren auch die beiden letzten Veranstaltungen im Residenzhof. Mit Ohrwürmern aus der Musicalwelt lockten The Musical Corporation verstärkt durch Vokalisten des U-50 Chores aus Altusried über 500 Zuhörer in ihre abwechslungsreiche Show. Sie überzeugten auch stimmlich unter anderem mit Höhepunkten aus „Grease“, „Abba“ oder „Tanz der Vampire“. Dem Regen zum Opfer fiel der zweite Teil des Gemeinschaftskonzertes des Musikvereins Sankt Mang und der Musikkapelle Juventus Sopron, die immerhin bis zur Pause über 250 Menschen beglückten. Ausgelassene Tänze Nicht nur fast, sondern, zumindest für das altersmäßig etwas fortgeschrittenere Publikum, de facto Kult, ist der Freitagabend mit Honky Tonk – diesmal aufgestockt mit „and friends“, in Form von zwangsläufig neu besetztem Schlagzeug, dazu Keyboard und Bass – auf der Bühne im Stadtpark. Selbst der mit den ersten Tönen einsetzende, heftige Regenschauer konnte die Fans nur kurzfristig bis zum nächsten Regenschutz in Hör- und Sehweite vertreiben. Trotz Wasser- und Schlammpfützen wurde ausgelassen getanzt. Bei „Sweet Home Alabama“ gab es endgültig kein Halten mehr und der vordere Teil der Bühne wurde von wogenden Fans eingenommen. Für die jüngere Altersklasse waren am Samstagabend dann „Frequence“ Programm, um wiedermal ordentlich „abzurocken“.

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