Strengere Richtlinien

In Absprache mit Jugendamt und Polizei schlug die neue Leiterin des Rechts- und Ordnungsamts, Sabine Colberg, dem Werkausschuss in seiner Sitzung am Dienstag vergangener Woche eine Änderung der Festwochenverordnung vor. Die beschlossene Neuerung regelt eine Lücke für den Aufenthalt Jugendlicher zwischen 16 und 18 Jahren für den Zeitraum nach 24 Uhr.

Paragraph 4 der Verordnung lautet nun: „Die Anwesenheit auf der Allgäuer Festwoche ist 1. Kindern unter 14 Jahren nach 20 Uhr, 2. Jugendlichen ab 14 Jahren und unter 16 Jahren nach 22 Uhr und 3. (neu) Jugendlichen ab 16 Jahren und unter 18 Jahren nach 24 Uhr nur in Begleitung einer personensorgeberechtigten Person gestattet. Im Übrigen bleiben die Vorschriften des Jugendschutzgesetzes in der jeweils gültigen Fassung unberührt“. Colberg erläuterte, dass diese Änderung notwendig sei, da insbesondere der Aufenthalt dieser Jugendlichen nach 24 Uhr – ohne elterliche Begleitung und in der Regel in Verbindung mit Alkoholkonsum – ein Problem darstellte. „Bei diesen Ordnungswidrigkeiten konnte die Polizei bisher jedoch nichts machen, da keine entsprechende Vorschrift vorlag“, schilderte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) das Problem. Insgesamt habe die vergangenes Jahr eingeführte Verordnung jedoch ihr Ziel erfüllt. Insgesamt 87 Ordnungswidrigkeiten wurden 2009 geahndet. Am häufigsten kamen vor: Besuch durch Jugendlicher unter 16 Jahren nach 22 Uhr in Verbindung mit Alkohol und „Wildpinkeln“.

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