Auf der Suche nach einem Endlager

Aktivisten des Aktionsbündnisses „Atomausstiegjetzt“ auf der nicht ganz ernst gemeinten Suche nach einem Atommüllendlager in Kempten. Foto: privat

Die Frage der Laufzeiten der Atomkraftwerke scheint derzeit beantwortet zu sein – keine Antwort gibt es jedoch darauf, was mit den weiterhin produzierten radioaktiven Abfällen geschehen soll. Im Atomkraftwerk Gundremmingen werden jährlich 50 000 Kilogramm Atommüll erzeugt, obwohl eine sachgerechte und sichere Lagerung über eine Million Jahre nicht gewährleistet werden kann.

Da seit der – immer noch andauernden – Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima (Siedewasserreaktoren wie in Gundremmingen ) die Alternativlosigkeit des Endlagerstandortes Gorleben nicht mehr in Stein gemeißelt scheint, haben sich Aktivisten vom Aktionsbündnis „Atomausstiegjetzt“ aus der Region Ulm, Günzburg und Memmingen jüngst auf den Weg nach Kempten gemacht, um auf den Fundamenten der Römersiedlung Cambodunum nicht ganz ernst gemeint nach einem geeigneten Standort für ein Endlager zu suchen. Zusammen mit den Kreisvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen Kempten, Rüdiger Dittmann, und Memmingen, Wolfgang Weiss wurde zunächst die Tauglichkeit der „Kleinen Thermen“ untersucht. Im Gegensatz zum einsturzgefährdeten und durchfeuchteten Atomlager Asse könnten die radioaktiven Abfälle in den „Kleinen Thermen“ trocken eingelagert werden. Die Lage oberhalb der Iller würde auch in Zukunft Überschwemmungen unwahrscheinlich machen. Als zweiten möglichen Standort nahmen die Endlagersucher den Tempelbezirk im APC unter die Lupe. Aufgrund der spirituellen Umgebung und der positiven Energie an diesem Ort wurde auch die Tempelanlage als geeignet eingestuft. Bei dieser Gelegenheit brachten die Anti-Atom-Aktivisten den „Göttern des Gundremminger Restrisikos“ eine Opfergabe dar um diese auch die nächsten Jahre milde zu stimmen.

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