"Tag der offenen Tür" bei der Caritas Kempten

Voll auf Pflege eingestellt

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Birgit Koch von der Pflegeberatung der AOK Kempten hielt einen Fachvortrag zum Thema Pflegestärkungsgesetz II., für das sich viele Besucher am „Tag der offenen Tür“ des Pflegestützpunktes der Caritas Kempten interessierten.

Kempten – Am vergangenen Samstag öffnete von 10 bis 15 Uhr die Caritas Kempten in der Landwehrstraße anlässlich eines „Open Day“ ihre Türen für interessierte Besucher. Im Pflegestützpunkt stellte sich der Fachdienst der Caritas vor und beantwortete die Fragen der Besucher.

Es gab Gelegenheit sich seinen Blutdruck und Blutzucker messen zu lassen. Außerdem war die AOK mit einem Vortrag zum „Pflegestärkungsgesetz II“ zu Gast und Mitarbeiter der Bahnhofsapotheke sprachen zum Thema „Aromapflege – sanfte und wirksame Hilfe für pflegebedürftige Menschen“. Auch für einen kleinen Imbiss war gesorgt.

Interessiert zeigten sich viele Besucher am Vortrag zum Thema „Pflegestärkungsgesetz II“ (PSGII), kommt es dadurch doch zu maßgeblichen Veränderungen. Aus den bisherigen Pflegestufen 1-3 werden fortan die neuen Pflegegrade 1-5. Künftig hat jeder ambulante Pflegedienst neben körperbezogenen Pflegemaßnahmen und Hilfen bei der Haushaltsführung auch pflegerische Betreuungsmaßnahmen anzubieten. Diese Maßnahmen können zukünftig auch als Sachleistung mit der AOK abgerechnet werden. Entgegen der heutigen Systematik, zahlen Pflegedienstempfänger zukünftig einen für die Einrichtung einheitlichen Eigenanteil für die pflegebedingten Aufwendungen – unabhängig vom festgestellten Pflegegrad.

Des weiteren konnten sich die Besucher einen Überblick über die Angebote der Caritas vor Ort in der Landwehrstraße machen. Dort wird sowohl die Ambulante Pflege, die Hauswirtschaftliche Versorgung als auch der „Senioren-Service-Ruf“ für das Stadtgebiet Kempten durch die Leiterin der Sozialstation, Anja Meisch, und die Leiterin der Hauswirtschaft, Babara Guranti, organisiert und koordiniert. Neben der Bahnhofapotheke und der AOK war auch die Hochschule Kempten durch Prof. Ing. Petra Friedrich am Tag der offenen Tür vertreten. Diese erläuterte gemeinsam mit einem Studenten der Mechatronik den Besuchern den Einsatz modernster Technologie im häuslichen Bereich. So können zum einen gesundheitliche Daten wie u.a. der Blutdruck oder Blutzuckergehalt daheim gemessen und dem behandelnden Arzt auf eine Datenbank gelegt werden, die dieser fortlaufend überprüpfen kann. Zum anderen wurde ein System vorgestellt, bei dem Bewegungen der pflegebedürftigen Personen in den eigenen vier Wänden erfasst werden können und die, z.B. im Fall eines Sturzes, einen Notruf absetzen.

Besondere Aufmerksamkeit fand bei den Besuchern der „Senioren-Service-Ruf“. Hier erhält der Pflegebedürftige ein Gerät, mit dem er im Notfall bequem von daheim aus einen Notruf mit Hilfe eines am Körper getragenen Clip absetzen kann und bei dem im weiteren Verlauf die von ihm selbst angegebenen Hilfspersonen unmittelbar kontaktiert werden. Die Zuverlässigkeit des technischen Systems wird dabei stetig überwacht, zum Beispiel der Aufladestatus der eingesetzten Akkus.

Jörg Spielberg

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