100 Tage Zeit zum Reifen

Bürgermeister Rainer Magenreuter beweist beim traditionellen Bieranstich Können. Foto: Schubert

Da kam beim traditionellen Anstich des Jahrgangsbiers aber wieder einmal alles zusammen: Das Wetter war phantastisch, der Gerstensaft schäumte in den Gläsern und die Stadtkapelle Isny unter Musikdirektor Thomas Herz spielte was das Zeug hielt. Da sind sich die Isnyer einmal mehr einig: Besser kann es nicht laufen und wenn man einen Grund zum Feiern hat, dann soll man die Gelegenheit auch nutzen.

Zum offiziellen Anstich des hundert Tage gereiften Bieres war einiges aufgeboten worden. Gleich zu Beginn des Abends rollte der von Hans Staffe liebevoll restaurierte Bierwagen der Firma Stolz auf die Wiese am Kurhaus Die Hopfenkönigin Anja Bentele und die Hopfenprinzessin Anita Kramer saßen zusammen mit Bürgermeister Rainer Magenreuter auf dem Kutschbock, und vorne weg marschierte die Stadtkapelle. Zusammen mit der Familie Stolz ging es auf die Bühne und Bürgermeister Magenreuter zeigte einmal mehr, dass Bieranstechen für ihn kein Hexenwerk ist. Alle 23 Bierpaten waren ebenfalls mit dabei und nach einem kräftigen Schluck aus den schnell gefüllten Krügen endete für sie die Patenschaft. Vom ersten Augenblick im Sudhaus bis zur Zwickelprobe und dem Bieranstich haben sie hundert Tage lang das Bier begleitet und zum Dank dafür erhält jeder der Bierpaten einen Kasten des gehaltvollen Getränks. Bei Mittelmeer-Temperaturen und kühlen Getränken, einer nachtaktiven Stadtkapelle und fröhlicher Stimmung ging es anschließend durch den Abend und auch der Heimat- und Trachtenverein aus Eglofs, „D´Syrgensteiner“, hatten zu später Stunde einen großen Auftritt mit Akkordeonmusik, Glockenspiel und „Goislschnalzern.“ Ja, so kann man feiern bis zum Abwinken. Die Brauer können mit ihrem Getränk zufrieden sein, ihre Helferinnen und Helfer waren emsig dabei und kamen mehr als einmal ordentlich ins Schwitzen. Wenn es tatsächlich stimmt, dann sind die ersten fünf Hektoliter des Gerstensafts bereits getrunken und man sollte es sich nicht allzu lange überlegen, ob man vom Jahrgangsbier auch etwas verkosten möchte.

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