Isnyer Guggenmusik feiert 35-jähriges Bestehen bis spät in die Nacht

Die Nacht der Guggen

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Soviel Publikum hat nicht jeder, aber beim Monsterkonzert der Guggenmusik am Samstagabend will natürlich jeder dabei sein.

Isny – Auf der Rathausbühne traten die Guggenkapellen am Samstagabend nacheinander auf und zeigten den vier Stunden ausharrenden Zuhörern anlässlich des 35-jährigen Bestehens der Guggenmusik Isny, was Guggen- musik sein kann.

Einfach ein Muntermacher für Alt und Jung und ein Stimmungskracher über viele Stunden. Bis kurz vor dem Monsterkonzert gegen 21 Uhr war es trocken und die Temperaturen ließen sich gut aushalten. Wenn 12 Guggenkapellen nacheinander auf die Bühne marschieren, sollte man meinen, es würden sich die Stücke irgendwann wiederholen, aber das Musikrepertoire ist inzwischen so groß und unterschiedlich, dass höchstens bei den Rhythmen der Schlaginstrumente ein Guggentypischer Sound festzustellen ist. Oben auf dem Rathausbalkon traf sich die Prominenz und wurde von den Moderatoren begrüßt und in der Fußgängerzone waren über 2000 Zuschauer versammelt. 

Dann war es so weit: Rund 400 Musiker hatten sich aufgestellt und ließen es gewaltig krachen. Ähnlich wie bei Jazz ist vieles daran reine Gefühlssache. Noten sieht man keine und wenn es mal ein wenig schräg rauskommt, ist es immer noch nicht sicher, ob gerade das gewollt war. Doch nicht nur auf der Rathausbühne war gehörig was geboten. Alle Restaurants der Innenstadt wurden von den unterschiedlichen Gruppen aufgesucht. 

Ganz abgesehen von Kurhaus und Feuerwehrhaus wo bei den einzelnen Auftritten selbst der Stadtadler ins Steppen kam. Bis in den frühen Morgen war in Isny was geboten. Noch zu erwähnen ist die positive Bilanz der Polizei, der Securities und vom Vorstand der Isnyer Guggenmusik. Alles lief moderat ab und größere Vorkommnisse waren nicht zu verzeichnen.

Manfred Schubert

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