Team Lebenshilfe staubt ab

Gold für Kevin Burba vom Team Lebenshilfe. Foto: moriprint

Mit zwei Gold- und einer Silbermedaille war Emanuel Graf im Ski Alpin der überragende lokale Athlet bei den Special Olympics Winter Games in Nesselwang. Für je einmal Gold und einmal Silber reichte es auch für Ramona Gallwitz mit ihrem Snowboard. Über die Distanz von 3000 Metern erlief sich Langläufer Harald Schneider Gold – ebenso wie die vier mal 1000 Meter Staffel mit Stefan Dorn, Harald Schneider, Uwe Schrader, Daniel Hetz. Beim Lebenshilfe-Team war Kevin Burba (Oberstdorf) der überragende Langläufer: Er holte sich unter 115 Teilnehmern in 1000 Metern und 3000 Metern jeweils mit der Tagesbestzeit Gold.

Nach Burbas sensationellen Leistung denken seine Trainer Reinhold Jutz, Sibylle Stöckle, Beate Fringston und Niko Prestel von der Lebenshilfe Kempten über eine Entsendung Kevin Burbas zu den World Winter Games in PyeongChang 2013 nach. „Verdient hätte Kevin sich das nach dieser tollen Leistung“, so Prestel. Insgesamt holte das Lebenshilfe-Team vier mal Gold, zwei mal Silber und drei mal Bronze. Die letztere Auszeichnung bekam auch die vier mal 1000 Meter Staffel, mit zwei Athleten aus den Unterallgäuer Werkstätten sowie Amelie Hanser und Kevin Burba. Er lief als letzter und holte in einer spektakulären Aufholjagd rund 250 Meter auf die 1000 Meter vom 4. Platz auf und hiefte so die Mannschaft letztendlich mit 50 Metern Vorsprung auf den 3. Platz. „Ein Krimi“, wie die Coaches feststellten. Alles in allem gab es für das Team der Allgäuer Werkstätten GmbH sieben mal Gold, vier mal Silber und fünf mal Bronze. „Wir sind insgesamt recht zufrieden – gerade auch weil die Bedingungen durch die harten Pisten und vereisten Loipen anspruchsvoll waren und für unsere Athleten eine Herausforderung waren“, so Coach Bertram Ehrlich. Gute Stimmung im Team Durch den teilweise schwierigen Kurs „schrammten“ gerade die technisch noch nicht so versierten Langläufer mehrfach knapp an den Medaillenrängen vorbei. Dennoch: Die gute Stimmung ließen sich Teilnehmer und Betreuer nie nehmen. Davon überzeugten sich vor Ort auch AW-Geschäftsführer Michael Hauke und Lebenshilfevorsitzender Klaus Meyer, zugleich auch Verwaltungsratsvorsitzender der Allgäuer Werkstätten. Beide waren begeistert von den Leistungen „ihrer“ Sportler und feuerten sie schon bei den Klassifizierungsläufen mit an. Froh waren die Betreuer auch, dass es aufgrund der vereisten Pisten und Loipen nicht zu größeren Verletzungen und Ausfällen kam. Die Special Olympics in unmittelbarer Nähe der Heimat werden alle Olympioniken noch lange in Erinnerung behalten. Toll war übrigens, dass ein ganzer Bus voller Schlachtenbummler von der Lebenshilfe die Freunde unterstützte. Organisiert wurde der von der Tom-Mutters-Schule und der Heilpädagogischen Tagesstätte. Parallel dazu feierten die Kollegen aus der Wäscherei der Allgäuer Werkstätten „ihre Sportler“ bei der Eröffnungsfeier und zahlreiche Eltern nahmen die Chance zum Besuch der Wettkampfstätten wahr.

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