Tolle Ausbeute

„Unsere Ski Alpiner und Snowboarder waren die reinsten Medaillensammler“, bilanzierte Coach Bertram Ehrlich von den Allgäuer Werkstätten (AW) die Special Olympics, die jüngst in Reit im Winkl stattfanden. Insgesamt holte die zehnköpfige Gruppe fünf Gold-, drei Silber- und sechs Bronzemedaillen. „Wir sind mit den Leistungen unserer Athleten mit Behinderung hoch zufrieden“, betonte AW-Geschäftsführer Michael Hauke bei der Rückkehr in die Werkstatt.

Bei der Eröffnungsfeier hieß Ramona Gallwitz als Athletensprecherin für Bayern die 260 Sportkollegen aus Bayern, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Rumänien und Österreich sowie die Betreuer und Gäste willkommen. „Für mich waren das Entzünden des Olympischen Feuers und das Hissen der Flagge ein besonderes Highlight“, erzählte Gallwitz. Daneben „heimste“ die 25-jährige Sportlerin mit ihrem Snowboard eine Goldmedaille im Riesenslalom und einen zweiten Platz (Slalom) in der Herrenklassifizierung ein. Sportskollege Sebastian Huber holte sich in den Disziplinen „Doppel-Bronze“. Schon bei den Qualifikationsläufen kristallisierte sich die gute Form der AW-Athleten heraus. „Sie fuhren mit ihren Zeiten fast ausschließlich in die vorderen Leistungsklassen hinein“, so Ehrlich. Für Ski-Alpiner Emanuel Graf bedeutete seine Topform „Doppel-Gold“ im Riesenslalom und im Slalom. Platz eins im Riesenslalom sicherte sich auch Thomas Wallner. Im Slalom kam er auf Platz drei. Hier holten sich Teresa Frisch Gold und Lisa Klaver Silber. Beim erstmals demonstrierten Skicross wurden in die Abfahrt zusätzlich Hügel, Schanzen und Steilkurven eingebaut. Bis ins Finale kamen hier Klaver und Graf. Dort stürzte er allerdings durch eine Berührung mit dem Gegner und wurde unglücklicher Vierter. Klaver legte sich kräftig ins Zeug und fuhr bei den Damen auf Rang drei. „Für beide ein super Ergebnis in dieser neuen Wettkampfform“, freute sich der AW-Coach. Skicross werde künftig wohl in das offizielle Programm aufgenommen, bekundete nach dem Wettkampf Ski-Headcoach Christoph Scheurer. Starke Konkurrenz Einen kleinen Wermutstropfen gab es dennoch: Die Ski-Langläufer hatten sich in der Qualifikation zu sehr verausgabt. „Hier in den hohen Leistungsklassen war die Konkurrenz zu stark“, blickten die Betreuer Ehrlich und Stefanie Müller zurück. Für Kerstin Blank reichte die „Luft“ beim 1000 Meter-Lauf noch für den zweiten Platz. Daniel Hetz holte sich zweimal Bronze (1000 und 3000 Meter). Das Fazit der Kemptener Olympioniken: Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung mit guter Organisation und kurzen Wegen. „Die herzliche Begeisterung der einheimischen Bevölkerung hat Spaß gemacht.“, freute sich Ehrlich. Das habe den Spielen für die Menschen mit einer geistigen Behinderung eine ganz besondere Atmosphäre gegeben.

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