"Tolles Ergebnis"

Knapp 80 000 Abendbesucher sorgten auch heuer für eine tolle Stimmung auf der Allgäuer Festwoche. 184 000 Tagesbesucher sind ein ebenfalls sehr guter Wert. Foto: Archiv

Mit der „bestbesuchten Allgäuer Festwoche seit Jahren“ konnte Martina Dufner-Wucher, Geschäftsführerin des Kempten Veranstaltungs- und Tourismusservice, vergangene Woche beim Rückblick auf die Festwoche 2010 vor dem Werksausschuss aufwarten. Über 184 000 Tagesbesucher, gut 79 000 Besucher am Abend und circa 150 Absagen an Aussteller, die gerne gewollt hätten, waren die beeindruckenden Zahlen.

Besonders erfreut zeigte sie sich über den massiven Zuwachs bei den Mittagskarten, die mit insgesamt 1850 Stück um 70 Prozent mehr genutzt worden seien als im Jahr zuvor. Weiter ausbauen wolle sie den Schwerpunkt Familienfreundlichkeit, der auf der diesjährigen Festwoche sehr gut angekommen sei. Allein im vom Kempodium betriebenen Zelt hätten die 47 ehrenamtlichen Helfer „mehr als 1000 Kinder“ zu betreuen gehabt. Bei den Spätbussen, die von insgesamt 37 000 Festwochen-Nachtschwärmern genutzt worden seien, sah sie allerdings „die Grenze erreicht“. Für die kommende Festwoche kündigte sie einen weiteren P+R-Parkplatz an. Als weniger erfreulichen Punkt räumte sie ein, dass die „Toiletten einmal mehr Anlass für Beanstandungen“ gegeben hätten. Kritik gab es dazu auch von Herbert Karg (FW) – „da hat es heuer an der Sauberkeit gehapert“ – und Ullrich Kremser (FDP), der „Lüfter statt Handtücher“ für mehr Sauberkeit anregte. Wegen der „heuer vielen Vandalismusschäden in den Toiletten“ sah Dufner-Wucher Lüfter aber problematisch. Karg bescheinigte der neuen Festwochenleitung ein „tolles Ergebnis“, wenngleich er – ein weiterer Kritik-Dauerbrenner – Kässpatzen lieber zu Hause esse. Unbefriedigend fand Thomas Hartmann (Grüne) die Situation am Zelteingang. „Wenn jemand raus muss“, aus welchem Grund auch immer, könne er nicht mehr zurück und bleibe von seinen Leuten getrennt. „Da hat es manchmal richtig Zoff gegeben“, wünschte er sich Abhilfe. Keine Zweigleisigkeit Kulturbeauftragte Hildegard Greiter (CSU) bat darum, das Kulturprogramm wieder so anzubieten, dass es bei schlechter Witterung „eins zu eins ins Kornhaus verlegt werden kann“. Viele seien bei der Irischen- und der Musical-Nacht „sehr verärgert gewesen“, da sie wider Erwarten draußen stattgefunden hätten. Wegen der „aufwändigen Vorbereitungen im Residenzhof“ sah OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) es als schwierig an zweigleisig zu fahren. Karg regte die Streichung des vielleicht irritierenden Ausweichortes Kornhaus an: „Dann ist es halt im Residenzhof – aus“. Damit lag er ganz auf Linie mit dem OB, da man zu Open-Air-Konzerten ja auch mit einer dicken Jacke gehe, weil es Regnen könnte.

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