Touren durch die Welt der Architekten

Am Wochenende war es einmal mehr so weit: Die „architektouren“ der Bayerischen Architektenkammer boten Einblicke in interessante Objekte der Baukunst. Immerhin waren 20 der bayernweit 304 Objekte im Allgäu zu besichtigen. Mit einem kostenlosen Bus, organisiert vom Architekturforum Kempten, ging es auf Rundfahrt zu sechs Gebäuden in und um Kempten.

Eine der Stationen war an der umgebauten Zulassungsstelle, die das Büro „heilergeiger Architekten“ für den nun gemeinsamen Betrieb von der Stadt Kempten und dem Landkreis Oberallgäu optimiert hat. „Offen und freundlich“ wirke das Innere, nicht mehr wie eine typische Behörde, erklärte Architekt Jörg Heiler. Anders als zuvor sorge jetzt eine Schallschutzverglasung „als leichtes Element“ für optische Transparenz zwischen Schalterraum und Wartebereich, sodass die Arbeit nicht mehr durch Lärm gestört werde. Die logische Abfolge von Arbeitsabläufen sei in die baulichen Veränderungen eingeflossen. Anstelle des inzwischen überflüssig gewordenen, einstigen Vordaches zur Prüfung von LKWs sei hier die „erste Informationsstelle“ für Kunden, wies er auf die lang gezogene Theke im Eingangsbereich. Weiter ging es zum Kassenraum mit dahinter liegendem Schalter- und dem akustisch abgetrennten Wartebereich. Volker Reichle, Leiter der Zulassungsstelle, bestätigte die gut funktionierende Trennung von Telefonie, Schalter und Infostelle, die zu „sehr guten Werten“ im zeitlichen Arbeitsablauf geführt habe. Die visuelle Durchsichtigkeit sorge durch die milchweißen Streifen im unteren Bereich der Scheiben dennoch für „genug Abgrenzung“ zu den Wartenden, betonte Heiler, dass alles mit den Mitarbeitern abgesprochen worden sei. Denn „Qualität von Architektur ist nur im Austausch mit den Bauherren möglich“. Auf die Frage nach den noch verbliebenen braunen Balken erklärte er, den „Charme der 1980er Jahre“ bewusst erhalten zu haben. Um „eine Stadt zu verstehen“ sei es wichtig, auch die Architektur dieses Jahrhunderts, „selbst mit einem kleinen Detail wie hier“, zu erhalten. Exklusives Wohnhaus

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