Der Traum ist ausgeträumt

Ein Dank an die Fans: Nach dem Spiel gegen München verabschieden sich die Comets fürs erste von ihren Anhängern. Foto: Comets

Die Träume vom Aufstieg in die 1. Bundesliga sind geplatzt: Im Illerstadion setzte es für die Kemptener Footballer am Sonntag vor über 1700 Fans eine 24:33-Heimniederlage gegen die Munich Cowboys. Damit bleiben die Münchner in der 1. und die Allgäu Comets in der 2. Liga. Das Wetter war diesmal nicht auf den Seiten der Allgäuer. Nach einem regnerischen Vormittag, wurde auch der Nachmittag nicht viel besser. Regenschauer und 12 Grad verwandelten den Platz im Illerstadion in schweres Geläuf. Nach einer Abtastphase im ersten Quarter waren es zuerst die Defensereihen, die das Spiel lenkten. Von Seiten der Comets wurden gute Feldpositionen aber nicht in Punkte verwandelt, und so dauerte es einige Zeit bis die ersten Punkte per Fieldgoald durch Sebastian Waldmann gemacht wurden. Allerdings kamen jetzt auch die Gäste aus München in Fahrt. Die Antwort der Cowboys lies nicht lange auf sich warten und sie schlossen einen langen Drive mit einem Fieldgoal zum 3:3 ab. Jetzt nahm das Spiel Fahrt auf und die Offense der Cowboys wurde immer sicherer. So dauerte es nicht lange, bis sie weitere Punkte erzielten. Vor allem ihr sicheres Passspiel sorgte immer wieder für Unruhe in der Kemptener Defense. Das Resultat aus Sicht der Cowboys war eine 20:3-Pausenführung. Chancen verpasst

Für die zweite Halbzeit hatten sie die Comets einiges vorgenommen, scheiterten jedoch immer wieder denkbar knapp vor der Endzone der Landeshauptstädter. Und so nutzten die Gäste bereits die erste Möglichkeit um die Führung auszubauen. Comets schlagen zurück Sie zogen zwischenzeitlich auf 27:3 davon, ehe die Offense der Allgäuer zu einer spektakulären Aufholjagd ansetzten: Orlando Webb sorgte nach schönem Pass von Shane Jackson und einem sicher verwandelten Extrapunkt für die Anschlusspunkte. Sofort meldete sich die Kulisse im Illerstadion zurück. Jetzt war die Defense stark wie schon das ganze Jahr über. Justin Woodlief konnte den Quarterback ständig unter Druck setzen und glänzte mit Sacks in Folge. Die Offense bekam ebenfalls wieder mehr Spielzeit und nutzte diese zu sieben weiteren Punkten durch Shane Jackson und Sebastian Waldmann. Das Selbstvertrauen der Kemptener Offense war wieder da und mit einem flexiblen Pass- und Laufspiel konnten immer wieder Firstdowns erzielt werden. So war es abschließend wieder das Duo Jackson/Webb, das die letzten Punkte der Comets zum 24:27 erzielte. Beim anschließenden Kick Off setzten die Comets alles auf eine Karte. Nach einem Onside Kick sollte der Ball von den Comets erobert werden und erneuter Ballbesitz daraus resultieren. In dieser Situation waren die Cowboys gut vorbereitet und so konnten sie den Ball erobern und zum Endstand von 24:33 in die Endzone zurücktragen. Fazit der beiden Begegnungen: Nach (zwei Spiele) gegen einen etablierten Erstligisten stehen zwar 59 Punkte auf der Habenseite zu Buche, aber es reichte nicht zu einem Sieg. Darauf kann man aufbauen, muss aber den Abstand zur GFL deutlich akzeptieren. Fans und Mannschaft der Allgäu Comets zeigten sich nach dem Spiel trotzdem als geschlossene Einheit und feierten gemeinsam eine rundum gelungene Saison.

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