U-förmiger Bau und wenig Lärm

Einen U-förmigen Bau bekamen die Bürger am Dienstag vergangener Woche präsentiert: Die Stadtverwaltung stellte im Saal des Franziskushauses zusammen mit den Betreibern des neuen Jugend- und Familiengästehauses (JUFA) den Bebauungsplan für das neue Gebäude vor. Das JUFA entsteht auf dem ehemaligen Gelände des Hallenbades, Bauherr ist das Kemptener Kommunalunternehmen, KKU (der KREISBOTE berichtete).

JUFA-Architekt Walter Jartschitsch und Kemptens Baureferentin Monika Beltinger präsentierten den Vorentwurf des Bebauungsplans. Jartschitsch erklärte, dass ein U-förmiges Hauptgebäude mit Innenhof entstehe. Das U ist zum Freibad-Gelände hin geöffnet. Westlich von diesem Hauptgebäude wird noch ein Nebengebäude errichtet. Zu diesem Trakt gibt es einen Verbindungsgang, der ebenso dreistöckig ist wie das Haupt- und Nebengebäude. Wie Baureferentin Beltinger ergänzte, steht das JUFA etwa in der Flucht der Tennishalle und wird circa die Höhe der Tennishalle erreichen. Östlich vom Haupthaus wird ein kleines Gebäude für Fahrräder und Müll gebaut. Südlich vom Gebäude entsteht eine Spiel- und Freizeitfläche. Die Aktivitäten sind daher zum Stadtbad ausgerichtet. 30 Parkplätze werden im Westen der für das JUFA vorgesehenen Fläche im Hof errichtet. Die Zufahrt zu den Stellplätzen ist westlich vom Nebenhaus. Im Hof ist dann ebenfalls Platz für Busse. Links und rechts von der Zufahrt wird eine 2,80 Meter hohe Lärmschutzwand gebaut, die dann zusammen mit dem Gebäude vor Krach schützen soll. Parkplätze bleiben frei Das JUFA bekommt zwei Eingänge, so Jartschitsch. Einer befindet sich in der Mitte der geschlossenen Seite des U-Baus zur Stadtbadstraße hin. Der zweite entsteht im Verbindungsgang von Haupt- und Nebenhaus. So könnten die Busse und Autos direkt im Hof parken und blockieren nicht die öffentlichen Parkplätze an der Stadtbadstraße, klärte Jartschitsch einen besorgten Bürger auf. Der Architekt stellte klar, dass der Eingang im Verbindungsgang gerade am Abend und in der Nacht sinnvoll sei. „So können Jugendgruppen, die von einem Ausflug spät abends zurückkommen oder spät anreisende Gäste direkt vom Hof in das Gebäude gehen“, so Jartschitsch. „Es entsteht keine Lärmbelästigung für die Anwohner an der Jakobswiese.“ Beltinger ergänzte, dass zu den Parkplätzen am Cambomare mit einem Weg eine direkte Verbindung hergestellt wird. Außerdem sei im Außenbereich des JUFA eine Pergola zum Stadtbad-Gelände hin geplant, so die Baureferentin. Die freie Wiese im Osten der Fläche kann weiterhin als Spielwiese genutzt werden. Heizen mit Fewärme Auf Anfrage eines Bürgers erklärte Jartschitsch, dass das Jugend- und Familengästehaus mit Fernwärme beheizt werden soll. OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) betonte, dass man in dieser Hinsicht ein vorbildliches energetisches Konzept anstrebe. Es sei zwar noch kein Vertrag unterschrieben, erklärte JUFA-Geschäftsführer Gernot Reitmaier, aber: „Es ist aber unser Ziel, mit Fernwärme zu heizen“, betonte der Österreicher.

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