"Über 150 Fehlende"

Verweise und eine Diskussionsrunde erwarten die Schüler, die jüngst an der Demo gegen das achtjährige Gymnasium (G8) teilgenommen und dafür die Schule geschwänzt haben (der KREISBOTE berichtete). Während das Allgäu-Gymnasium schulübliche Ordnungsmaßnahmen anwendet, müssen die Schüler des Hildegardisgymnasiums an einer Diskussion teilnehmen. Beim Carl-von-Linde-Gymnasium waren keine Bestrafungen nötig.

Der stellvertretende Schulleiter des Allgäu-Gymnasiums, Gerhard Panzer, sagte gegenüber dem KREISBOTE, dass die Schüler, die für die Demo in der Innenstadt unentschuldigt dem Unterricht ferngeblieben sind, mit einer Ordnungsmaßnahme belegt werden. „Wir handhaben das an unserer Schule seit Jahren so, dass Schüler, die unentschuldigt fehlen, in der Regel einen Verweis bekommen“, so Panzer. Die Schule habe während der Unterrichtszeit die Aufsichtspflicht und sei verantwortlich, wenn etwas passiere, erläuterte er. Eine genaue Zahl der betroffenen Schüler vom Allgäu-Gymnasium konnte Panzer am vergangenen Montag allerdings noch nicht nennen. Gemeinsame Diskussion „Wir haben einen Brief herausgegeben, der die Schüler, die an der Demo teilgenommen haben, verpflichtet, an einer Zusammenkunft teilzunehmen“, schilderte Renate Börner, Schulleiterin des Hildegardisgymnasiums. Bei dieser Zusammenkunft, die „natürlich außerhalb der Unterrichtszeit stattfindet“, soll über den Sinn und Zweck des Streiks diskutiert werden, erklärte Börner weiter. Über 150 Fehlende habe die Schule am Tag der Demo registriert, gab die Schulleiterin bekannt. Keinen Grund für Bestrafungen gab es laut Schulleiter Helmut Förster am Carl-von-Linde-Gymnasium. „Von unseren Schülern hat keiner während der Unterrichtszeit an der Demo teilgenommen“, so Förster vergangene Woche gegenüber dem KREISBOTE.

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