Unfallkommission nimmt Brennpunkte unter die Lupe

Mehr Sicherheit für Abbieger

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Erhöhte Unfallzahlen wurden im Zusammenhang mit der Unfallauswertung der Jahre 2012 bis 2014 in Kempten an drei Brennpunkten mit freien Rechtsabbiegern festgestellt.

Kempten – Keine großen Überraschungen gab es beim Bericht zu den Unfallzahlen der Polizeiinspektion Kempten vor dem Verkehrsausschuss. Zusammengefasst zeigte es einmal mehr: wo mehr Verkehr ist, passieren auch mehr Unfälle.

Erhöhte Unfallzahlen wurden im Zusammenhang mit der Unfallauswertung der Jahre 2012 bis 2014 an drei Brennpunkten mit freien Rechtsabbiegern festgestellt. Gleich zwei auffällige Rechtsabbieger gibt es am Berliner Platz, einmal von der Kaufbeurer Straße in den Adenauerring und vom Schumacherring in die Stephanstraße. Nach dem Willen der Unfallkommission soll hier eine Ampelanlage für Abhilfe sorgen, die aber erst im Zuge der Sanierung des Knotenpunktes „Berliner Platz“ installiert werden soll. Wie die Kommission, sah auch Volker Reichle vom Amt für Tiefbau und Verkehr, dass man die Probleme hier „nicht kleinräumig lösen kann“, sondern als „Gesamtkonzept“, bei dem auch Keck-Kapelle und die Ari-Kaserne im Auge behalten werden müsse. Auch die Ergebnisse aus dem Mobilitätskonzept 2030 müssten einfließen. Ein weiterer Brennpunkt sind Diesel-/Edisonstraße. Hier sind laut Reichle in den letzten drei Jahren insgesamt sieben Unfälle mit sechs Leichtverletzten verzeichnet worden, in vier Fällen mit Rechtsabbiegern von der Diesel- in die Kaufbeurer Straße. Da aber seit 2015 keine Unfälle mehr mit freien Rechtsabbiegern vorgekommen seien, soll die Situation zunächst weiter beobachtet werden. Das dritte Sorgenkind ist der Straßenzug Freudenberg bis zur Kreuzung Beethoven-/Mozartstraße, wo sich vor allem Unfälle mit nicht getrennt signalisierten Linksabbiegern gehäuft hätten. Laut Beschluss der Kommission soll für den gesamten Straßenzug ein Verkehrsgutachten erstellt werden, das die Prüfung einer eigenen Ampelschaltung für Linksabbieger einschließt sowie eine durchgehende „Grüne Welle“. An der Einmündung von der Königstraße in die Beethovenstraße soll bis spätestens Jahresende der immer wieder für Unsicherheit sorgende grüne Blechpfeil verschwinden und in der Königstraße eine bereits geplante Rechtsabbiegespur kommen. Bereits umgesetzt wurde eine durchgezogene Linie bei der Zufahrt „Illerkauf“.

Christine Tröger

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