Unter Zeitdruck

Am August-Fischer-Haus wird wieder gearbeitet. Foto: Archiv

Die Grundstücksgemeinschaft Ritter&Kyburz, Bauherren des August-Fischer-Hauses in der Bahnhofstraße, macht Ernst: Am 21. September hat sie über ihre Anwälte Normenkontrollklage gegen den Bebauungsplan „Westlich Forum Allgäu“ beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München eingereicht. Entsprechende Informationen bestätigte eine Sprecherin des Gerichts am Donnerstag. Unterdessen laufen die Arbeiten an der Baustelle in der Bahnhofstraße nach einer mehrwöchigen Pause wieder auf Hochtouren.

Bereits im Frühsommer hatten die beiden Schweizer Geschäftsleute angekündigt, gegen den Bebauungsplan Klage einzureichen (der KREISBOTE berichtete). Nun haben sie ihr Vorhaben in die Tat umgesetzt: Am 21. September ist ihre Normenkontrollklage vor Gericht eingegangen, so eine Justizsprecherin vergangene Woche. Aus ihrer Sicht sehen sie sich benachteiligt, da an der Ecke Bahnhofstraße/Mozartstraße die Ansiedlung von Einzelhandel verboten ist. Das in absehbarer Zeit aber vorm Gerichtshof eine Entscheidung fällt, ist unwahrscheinlich. Zunächst einmal müssen nun alle Beteiligten Stellung dazu nehmen. „Es dauert in der Regel Monate, bis sich erst einmal alle Beteiligten geäußert haben“, hieß es vergangene Woche aus der Pressstelle des Verwaltungsgerichtshofs. Vorwärts geht es dagegen wieder an der Baustelle am August-Fischer-Platz. Nach einer Pause von etwas mehr als zwei Wochen werde man nun sogar samstags arbeiten, um den Zeitverlust wieder aufzuholen, erläuterte Architekt Werner Jehle am Freitag gegenüber dem KREISBOTEN. So sollte bereits am vergangenen Samstagmorgen mit den Schalarbeiten in em riesigen Loch begonnen werden. Bis Ende dieser Woche sollen insgesamt 36 Betonbauer für die Betonarbeiten ihre Arbeit aufgenommen haben und zwei weitere riesige Kräne in Position gebracht werden. Bis Ende des Jahres wollen die Verantwortlichen so wieder im zeitlichen Soll liegen. „Es kommt dabei aber natürlich auch auf den Winter an“, so Werner Jehle. Erst in der vergangenen Woche habe man die Vertiefungen für Treppenaufgänge und die Aufzugsunterfahrt machen können, berichtete er. Der Grund für die nach Angaben des Architekten etwas mehr als zweiwöchige Pause sei der Untergrund gewesen. Denn um mit den Baggern ganz nach unten auf ungefähr 18 Meter Tiefe zu kommen, musste zunächst eine meterdicke gewachsene Felsschicht mit schwerem Gerät der Firma Geiger durchbrochen werden, auf die die Arbeiter unerwartet gestoßen waren. Zwar habe man zunächst eine „Lockerungssprengung“ erwägt, wegen Bedenken der Anwohner davon aber wieder abgesehen, so der Architekt weiter. Bei der Stadt war die Klage am Montag übrigens noch nicht eingetroffen.

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