Begeisterte Zuhörer spenden viel Applaus für das abwechslungsreiche Programm

Musikstadl ein voller Erfolg

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Für die Darbietung des Liedes „G’schupfte Nudla“ gibt es viel Beifall für die Musiker Thomas Luitz (v.l.), Johannes Oswald, Andreas Merkle und Raimund Musch. Im Hintergrund spielt die Musikkapelle.

Dietmannsried – Gelingt es uns an die Erfolge der letzten Male anzuknüpfen und das Publikum im vollbesetzten Saal abermals zu begeistern? Diese Frage schwirrte in den Köpfen der Mitwirkenden beim Musikstadl in Dietmannsried umher.

Wer genau hinsah, bemerkte die Anspannung in einigen Gesichtern. Diese Sorge war, wie sich im Laufe des Abends herausstellte, völlig unbegründet. Das Erfolgsrezept – bestehend aus den Zutaten Musik, Gesang, Moderation, Einlagen und Theater – bewies sich erneut. Das erprobte Moderatoren-Duo Sonja Kramer und Werner Endres verstand es mit viel Witz und Charme die Besucher für sich zu gewinnen. Die beiden zogen aktuelle Themen wie die USA-Späh-Affäre oder die neue „Dietmannsried-App“ sprichwörtlich durch den Kakao und hatten damit die Lacher auf ihrer Seite. 

Gekonnt führte das eingespielte Team durch den Abend, mischte sich immer wieder unter das Publikum und hielt es mit Informationen und Anekdoten zu den Musiktiteln auf dem Laufenden. Dirigent Tobias Schneider hatte seine 45-köpfige Mannschaft gut im Griff. Es gelang ihm ein abwechslungsreiches und dennoch anspruchsvolles Programm zu gestalten. Seine Vorliebe für Polkas und Märsche blieb bei der Auswahl nicht verborgen. Mit Titeln wie „Waldblumen-Polka“ (Franz Watz), „Herztöne-Polka“ (Very Rickenbacher) oder „Deutscher Regimentsmarsch“ (Wilhelm August Jurek) traf er ins Schwarze. Zu späterer Stunde bewies die Kapelle ihre Ausdauer und gab aktuelle Hits wie „Altes Fieber“ (Tote Hosen), „I sing a Liad für di“ (Andreas Gabalier) oder das Medley „Let Me Entertain You“ (Robbie Williams) zum Besten. Besonders angetan waren die Zuhörer von den Gesangsstücken. 

Viel Beifall erhielt das Lied „G’schupfte Nudla“ (Königlich Privilegierte Waschhausvereinigung), bei dem die in Kochschürzen gekleideten Schlag- zeuger den Takt auf Kochtöpfen und einem Waschbrett angaben. Als drei Solisten bravourös ihren Pilsflaschen die Titelmelodie von „Einsamer Hirte“ (James Last) entlockten, war das Publikum hin und weg. Auf der eigens errichteten Theaterbühne stellte sich für ein Ehepaar, gespielt von Ramona Heider und Johannes Oswald, die Kleiderfrage. Der gleichnamige Sketch handelt von einer ganz alltäglichen Situation: Die Frau kann sich bei der Klei- derwahl nicht entscheiden und bittet ihren Mann um Rat. Der jedoch ist restlos überfordert und will eigentlich nur seine Ruhe. 

Nicht schlecht staunten die Besucher als „Die 3 Tenöre“ (Peter Briechle, Wolfgang Oefner und Manuel Münzer) eine sehr ausgefallene Choreographie zu bekannten Gesangsstücken, wie „Aber dich gibt’s nur einmal für mich“ (Nilsen Brothers), in geschmeidigen ausladenden Bewegungen präsentierten. Wie sie das bewerkstelligten, blieb wohl vielen ein Rätsel. Für eine zusätzliche musikalische Abwechslung sorgte Andreas Merkle auf der Steirischen, gesanglich begleitet von Raimund Musch. Als die Zuschauer den Musikern zum Schluss ausgiebigen Applaus im Stehen spendeten und mehrere Zugaben forderten, fiel dem einen oder anderen Musiker sichtlich ein Stein vom Herzen. Ein toller Lohn für die intensive Vorarbeit und ein deutliches Signal für eine Neuauflage.

kb

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