Otto Ziegler im Stephanuswerk in den Ruhestand verabschiedet

Lücke, die man spüren wird

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Direktor Rolf Jehle dankt Otto Ziegler und überreichte ihm einen Bauhelm für die ganz private Baustelle im nun beginnenden Ruhestand.

Isny – 40 Jahre lang war Otto Ziegler in der Diakonie tätig und 34 Jahre davon im Stephanuswerk Isny. Das wäre allein schon ein Grund ihn lobend zu erwähnen, aber seine Tätigkeit als Gemeinde- und Sozialdiakon mit Sozialpädagogischem Hintergrund waren nicht alles. Er war mit einer der Weichensteller bei der Umstrukturierung des Stephanuswerks, war 31 Jahre in der Mitarbeitervertretung tätig und jahrelang deren Vorsitzender.

Damit nicht genug: Seit Jahren war er auch in der Gesamt-Mitarbeitervertretung der Evangelischen Heimstiftung aktiv und an der Entwicklung der Einrichtungen für rund 7000 Mitarbeiter beteiligt, davon 15 Jahre als Vorsitzender der Konzernmitarbeiter-Vertretung. Daher waren auch die Mitstreiter anderer Mitarbeitervertretungen und die Konzernspitze gekommen, um in einer Feierstunde einen Mann in den Ruhestand zu verabschieden, der stets kritisch aber verlässlich mit ihnen am Tisch saß. Die Autobahn in Richtung Stuttgart ist für Ziegler eine vertraute Piste gewesen und Hauptgeschäftsführer Bernhard Schneider dankte ihm im Namen von Aufsichtsrat und Geschäftsführung für den unermüdlichen Einsatz.

Pfarrer Dietrich Oehring hatte die Andacht übernommen. Rolf Jehle, Direktor des Stephanuswerks, schloss sich an und hatte noch einmal die verschiedenen Tätigkeiten von Otto Ziegler zusammengefasst. Viele Redner schlossen sich an. Ilka Steck, Vorsitzende der KMAV, Peter Paul, Bruder Vorsitzender der MAV, Ulrich Maier, Vorsitzender der AGMAV, und Reinhard Haas, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung der Landeskirche. Dann war es Zeit auch Otto Ziegler noch einmal zu Wort kommen zu lassen. In seiner Zeit im Stephanuswerk hat er vier Hausdirektoren kennen gelernt und stellte grundlegend fest: „Soziale Arbeit hat ihren Wert.“

Zum Abschluss und mit einer gehörigen Portion Witz kam Dr. Dieter Schramm auf die Bühne, der jahrelang Direktor der Einrichtung war. Mit sanfter Ironie schlug er vor, Ziegler nach so viel Lob und Anerkennung als evangelische Ausnahme vom Papst heilig sprechen zu lassen. Persönliche Souvenirs hatte er in einer Kiste schon gesammelt, die später zu Reliquien umgemünzt werden könnten. Das lag wohl mehr auf der Comedy-Schiene, war allerdings durch sein gutes Verhältnis zu Otto Ziegler begründet, mit dem zusammen und all den anderen Mitarbeitern er viel für das Stephanuswerk getan hat.

Jetzt ist also ein Mitglied aus der Führungsgruppe in den Ruhestand gegangen. Die Lücke wird man spüren und für Ziegler wird sich einiges ändern. Hausbau an der Lohbauerstraße, Sport und familiäres Leben sollen im Vordergrund stehen. Alle erhoben sich von ihren Plätzen und mit „Standing Ovations“ endete die Abschiedsfeier.

Manfred Schubert

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