Verdiente Niederlage

Bild mit Symbolcharakter: Während der gesamten 90 Minuten in Kottern hatte man den Eindruck, die Gäste aus Landsberg seien in der Überzahl. Foto: Emanuele

Nach einem schwachen Auftritt verlor der TSV Kottern am Samstag zu Hause gegen den TSV Landsberg deutlich mit 1:4. Nach einer der schlechtesten Saisonleistungen der Wuttge-Elf war die Niederlage auch in dieser Höhe völlig verdient. Damit haben die Kotterner nicht nur die Chance verpasst, im Kampf um den direkten Aufstieg in die Bayernliga so genannte „Big-Points“ zu machen, sondern dürfen am Ende auch noch froh sein, nicht noch höher verloren zu haben. Der TSV Landsberg war in allen Belangen überlegen und zeigte den Hausherren schonungslos seine Grenzen auf.

Die Gäste aus Oberbayern spielten von Beginn an mit Herz und Leidenschaft. Sie gingen konsequent in die Zweikämpfe, verlagerten geschickt das Spiel und spielten gut gegen den Ball. Die Mannschaft des TSV Kottern schien sich auf ihrer Heimstärke auszuruhen und war immer einen Schritt langsamer. Folglich hatten die Gäste die erste Torchance: Nach zehn Minuten Spielzeit hob Salemovic den Ball über Martin Gruber, traf aber nur das Außennetz. Glück für den TSV Kottern. Die erste Kotterner Chance hatte Johannes Zwickl nach einer knappen Viertelstunde. Sein Schuss verfehlte das Tor der Gäste nur knapp. Wenige Minuten später schoss Stefan Strohhofer von der linken Strafraumgrenze – 0:1. Fünf Minuten später tauchte Sebastian Bonfert allein vor Martin Gruber auf und erhöhte eiskalt auf 2:0 für Landsberg. Dies war bereits die Vorentscheidung. Kottern brachte in der Offensive nicht viel zustande und lief auch sonst dem Spiel hinterher. Glücklicher Anschluss Sekunden vor dem Halbzeitpfiff gab der Schiedsrichter den Platzherren einen Strafstoß. Sinan Yilmaz verwandelte souverän zum 1:2-Anschlusstreffer. Der darauffolgende Anstoß wurde nicht mehr ausgeführt und es ging direkt mit diesem Spielstand in die Kabinen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte man einen etwas engagierteren TSV Kottern sehen. Doch diese Phase dauerte nicht lange. Die Gäste waren einfach spritziger und mental präsenter. Hinzu kamen Laufbereitschaft und Einsatz, sodass sie schnell wieder das Kommando übernahmen. Nach einem Freistoß in der 55. Spielminute köpfte Bonfert zum 3:1 für die Gäste ein. Damit war die Kotterner Gegenwehr gebrochen. Als sie dann in der 60. Spielminute auch noch das 1:4 einfingen, schienen sie sich ihrem Schicksal zu fügen. Die noch verbliebenen Zuschauer konnten ab diesem Zeitpunkt sehen, wie die Gäste die Platzherren phasenweise vorführten. Nur Wachter und Geiger schienen sich gegen die Niederlage stemmen zu wollen. Geiger wurde schließlich ausgewechselt und Wachter scheiterte nach einem Alleingang in der 65. Minute. In der Schlussphase standen den Hausherren das Glück und das Unvermögen der Gäste zur Seite. Die Landsberger trafen einmal den Pfosten und verpassten es zweimal allein vor dem leeren Kotterner Tor, den Sieg noch höher zu schrauben. Fazit ist, dass der TSV Kottern bei den letzten Heimspielen jeweils früh in Führung ging und dann gut in der Abwehr stand ohne aber in der Offensive zu überzeugen. Die Spiele wurden so über die Zeit gebracht. Gerät er aber, wie diesmal, in Rückstand, fehlt die Durchschlagskraft in der Offensive. Will der TSV am Ende einen direkten Aufstiegsplatz für die Bayernliga belegen, müssen sie sich deutlich steigern.

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