Schwere Verkehrsunfälle bei Wendemanöver auf B12 bei Kempten

Zwei Unfälle, elf Verletzte

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Durch Wendemanöver auf der B12 kam es zu zwei Verkehrsunfällen. Unter anderem überschlug sich ein Einsatzfahrzeug mehrfach.

Kempten – Bei zwei schweren Verkehrsunfällen wegen verbotswidrigen Wendens auf der Kraftfahrstraße B12 wurden am vergangenen Samstag insgesamt elf Personen verletzt, davon sechs Personen schwer.

Beim ersten Unfall befuhr eine 49 Jahre alte Frau aus Oberbayern mit ihrem Pkw die B12 in Fahrtrichtung Kaufbeuren. Etwa vier Kilometer nach dem Ortsende Kempten auf Höhe Betzigau wollte die Fahrzeuglenkerin ihren Pkw in einer Notbucht wenden. Dabei wurde sie von einem nachfolgendem Pkw erfasst. Bei der heftigen Kollision wurden die Unfallverursacherin sowie die 22 Jahre alte Fahrerin des nachfolgenden Pkw schwer verletzt. Im Pkw der Unfallverursacherin befanden sich zudem vier Kinder einer Handballmannschaft im Alter von elf bis zwölf Jahren. Hier wurden zwei Kinder ebenfalls schwer verletzt sowie zwei Kinder leicht verletzt.

Aufgrund des Unfalls staute es sich bis zum Ortsausgang Kempten zurück, woraufhin ein 34-jähriger Ostallgäuer ebenfalls beschloss, auf der B12 zu wenden. Bei diesem Wendemanöver übersah der PKW-Lenker ein mit Blaulicht und Martinshorn heranfahrendes Einsatzfahrzeug. Auch hier kam es zum Zusammenstoß, worauf sich das Einsatzfahrzeug mehrmals überschlug. Hier wurde der Unfallverursacher ebenfalls schwer, seine fünfjährige Tochter mittelschwer verletzt. Die Fahrerin des Notarzteinsatzfahrzeuges und der Notarzt wurden ebenfalls verletzt ins Krankenhaus verbracht. Aufgrund der nun insgesamt elf Verletzten wurde durch die Integrierte Leitstelle Allgäu ein Großaufgebot an Einsatzkräften alarmiert. Neben mehreren Rettungshubschraubern und dem öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst wurde die Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung, ein Rettungswagen und ein Krankentransportwagen durch ehrenamtliche Helfer der Johanniter besetzt. „Der Einsatz heute hat gezeigt, wie gefährlich falsche Reaktionen von Autofahrern sein können. Ich wünsche der Kollegin und dem Notarzt an dieser Stelle gute Besserung und eine schnelle Genesung“, so Markus Adler, Regionalvorstand der Johanniter. Der Sachschaden bei den Verkehrsunfällen beläuft sich auf über 100.000 Euro. Die Bundesstraße war bis etwa 18 Uhr für den Verkehr in beiden Richtungen gesperrt. Die Staatsanwaltschaft Kempten hat die Hinzuziehung eines Sachverständigen angeordnet. kb

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