Jahresüberschuss über eine Million Euro

Rekordjahr für die BSG Allgäu

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Können das beste Geschäftsergebnis der BSG-Allgäu seit ihrem bestehen verkünden: Aufsichtsratsvorsitzender Herbert Schiek (v.l.), Vorstandsvorsitzender Mario Dalla Torre und Vorstand Johann Georg Hailer.

Kempten – „2012 ist das beste Jahr in der Geschichte der BSG“, konnte Herbert Schiek, Aufsichtsratsvorsitzender der Bau- und Siedlungsgenossenschaft (BSG Allgäu), jetzt zufrieden auf das vergangene Geschäftsjahr blicken.

„Insgesamt kann man sagen, dass sich alle Bereiche nach oben bewegen“, bestätigte auch Vorstandsvorsitzender Mario Dalla Torre das positivste Ergebnis seit Gründung der BSG-Allgäu im Jahr 1906. 

„Wir hatten bislang noch nie einen Jahresüberschuss über eine Million Euro“, verkündete er für 2012 die stolze Summe von 1,355 Millionen Euro sowie eine Steigerung des genossenschaftlichen Eigenkapitals um 4,4 Millionen Euro und damit ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Mit einem bewirtschafteten Wohnungsbestand von knapp 6000 Wohnungen – 2000 davon genossenschaftliche Mietwohnungen – sei, so Dalla Torre, die BSG-Allgäu „die größte aller 330 Wohnungsgenossenschaften in Bayern“. Mit einem Kaltmietpreis von durchschnittlich 4,65 Euro pro Quadratmeter liege man zudem „mindestens 20 bis 30 Prozent unter der Marktmiete“. Alle Wohnungen seien inzwischen modernisiert: in den letzten zehn Jahren wurden rund 700 Wohnungen für insgesamt 35 Millionen Euro auf den neuesten Stand gebracht. Über den gleichen Zeitraum errichtete die Baugenossenschaft insgesamt 450 Häuser „Junges Wohnen“, 250 davon allein in Kempten. Etwa 250 000 Euro koste in Kempten ein Reihenmittelhaus, der Quadratmeter einer Eigentumswohnung knapp 3000 Euro. 

Künftig, so Dalla Torre, wolle die BSG-Allgäu wieder verstärkt öffentlich geförderte Mietwohnungen, insbesondere für Familien mit Kindern errichten. Rund 40 Millionen Euro investiert die BSG-Allgäu aktuell in den Bau von 130 Miet- und Eigentumswohnungen sowie 40 Reihenhäusern – ein Volumen, das laut Dalla Torre „nur mit sehr engagierten Mitarbeitern“ und die gute Zusammenarbeit mit den Aufsichtsratsmitgliedern möglich sei. 25 neue Wohnungen sollen im Frühjahr nächsten Jahres „Auf der Ludwigshöhe“ im Kemptener Stadtteil St.-Mang bezugsfertig sein. Zudem entstehen dort 25 Reihenhäuser und im Lauf der nächsten Jahre voraussichtlich weitere öffentlich geförderte Mietwohnungen. Des Weiteren kündigte Dalla Torre den Bau von circa 80 Geschosswohnungen im Bereich Ludwigshöhe und Sligostraße an, 40 davon Mietwohnungen – „bezahlbare“, wie er betonte. Die öffentlichen Mittel für das Vorhaben seien bereits bewilligt und im Juni soll bei der Stadtverwaltung auch der Bauantrag gestellt werden. „Zur Zeit steigen die Mieten auch in Kempten gewaltig, aber wir bleiben unserer Verpflichtung treu bezahlbaren Wohnraum zu schaffen“, machte Schiek deutlich.

 Halde-Nord im Fokus 

Ein „großes Interesse“ bekundete der Vorstandsvorsitzende am Baugebiet Halde-Nord, zumal „Einzelgrundstücke in Kempten sehr rar sind“. Bei dem für rund 700 Wohneinheiten mit Schwerpunkt auf Familien vorgesehenen Areal (der Kreisbote berichtete) sei auch erneut eine Zusammenarbeit mit der Sozialbau Kempten denkbar. Vorstandsmitglied Hansjörg Hailer kündigte an, „dass Aufsichtsrat und Vorstand der im Juli stattfindenden Vertreterversammlung vorschlagen werden, erneut vier Prozent Dividende auszuschütten, was einem Betrag von rund 330 000 Euro entspricht“. Er wies darauf hin, dass „die Höhe der Dividende in den letzten 25 Jahren nie unter vier Prozent lag“. Christine Tröger

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