Verlässliche Größe

Die Früh- und Spätschwimmer wissen es zu schätzen, manche Damen jenseits des Teenageralters auch an einem warmen Sommertag: Das Freibad Altusried ist, was die Wassertemperatur anbelangt, kein Lotteriespiel. Wurde früher noch das Kühlwasser aus der Käseherstellung am Ort benutzt, um das 50-Meter-Becken auf fast Badewannenwärme hochzuheizen, so wird jetzt der Bach gleich nebenan angezapft. Grund für den Wechsel von Bio zu Ökoenergie ist der hohe Anteil an Eiweiß, der in der Fabrik ins Wasser gelangte, erklärt Bademeister Franz.

Bei bestimmten Bedingungen flockte es aus und setzte die Filter zu. Die Reinigung derselben zählte nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen, gibt er mit einem Schmunzeln zu. Doch auch was sich vor Beginn der neuen Saison noch so alles zum Besseren verändert hat, stimmt ihn gut gelaunt – die Neugestaltung des Kinderspielplatzes, der Umbau des Kioskbereiches mit vergrößerter Terrasse und die Modernisierung der Duschen. Und einmal mehr von den Wasserratten, die zu unchristlichen Zeiten und bei jedem Wetter  in die Fluten steigen, sehr geschätzt ist der großzügige Warmhalteraum. Die anderen Vorteile sind natürlich immer noch Trümpfe, die die Badeanstalten der umliegenden Gemeinden nahezu ausstechen: Die windgeschützte Lage im Tal, ausreichende Parkmöglichkeiten mit Beschattung, die üppig dimensionierte Liegewiese. Nach drei Jahrzehnten hat Brigitte Hiemer das Management des Kiosks abgegeben (was viele bedauerten), aber die Wirtsleute vom Rosinante haben neue Ideen mitgebracht und verdienen es, dass man sich an Ort und Stelle sein eigenes Urteil bildet. Zumal jetzt endlich auch das passende Wetter mit einem Ausflug ins Freie lockt.

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