Verträgliche Wärme

Das Allgäu-Gymnasium (AG), die benachbarte Haubenschloßschule, das Hildegardis-Gymnasium und das Mädchenwohnheim in der Lindauer Straße werden ab sofort vom Fernwärmenetz des ZAK beheizt. Der Schulleiter des AG, Gerald Dötz, OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) und der städtische Energiemanager Hans Räth haben in der vergangenen Woche den neuen Wärmetauscher am Allgäu-Gymnasium stellvertretend für alle vier Gebäude eingeweiht. Die Stadt will damit jedes Jahr etwa 466 Tonnen CO2 einsparen. So viel stoßen etwa 115 Einfamilienhäusern aus, die mit Öl oder Gas beheizt werden.

750 Kilowatt Leistung bringt die neue Heizungsanlage am AG, erklärte Energiemanager Räth. Das entspreche etwa der Leistung von 30 bis 40 Einfamilienhäusern. Ungefähr 2,5 Millionen Kilowattstunden können die vier Einrichtungen pro Jahr verbrauchen. Den größten Bedarf hat das AG, das bisher 1,1 Kilowattstunden benötigte. Zwei große Gaskessel sorgten bisher für die immense Leistung. Einer von ihnen beheizt jetzt die Nordschule. An seiner Stelle steht ein kompakter blauer Kasten, nicht einmal so groß wie ein kleiner Kühlschrank. Das ZAK-Müllheizkraftwerk speist ihn mit Fernwärme. Der Wärmetauscher versorgt dann die Schule mit Wärme. Jeder Raum kann einzeln beheizt werden, erklärte Hausmeister Gerd Kult. Das bekam als Erster Rektor Gerald Dötz zu spüren, denn sein Büro blieb aus Versehen erst einmal kalt. Den Schülern wünsche er dies nicht. „Ich hoffe, dass die Schüler nicht auf die Idee kommen, mehr Müll zu produzieren, um es warm zu haben“, scherzte er. Die Gymnasiasten mussten im September ohnehin schon mit kalten Temperaturen zurecht kommen. Das Wetter wurde plötzlich kalt und die Heizung war noch nicht installiert. In manchen Räumen sei es deshalb nur 14 Grad warm gewesen, so Dötz. Über die Hälfte der städtischen Gebäude hängen jetzt am Fernwärmenetz, zeigte sich OB Dr. Ulrich Netzer zufrieden. Er bekundete, dass die Stadt künftig nur noch im Passivhausstandard bauen und bei Sanierungen möglich nah heran kommen wolle.

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