Viel Lob und ein bisschen Kritik

Junge Talente beim Schülervorspiel. Foto: Budzinski

Beim Jahresbericht der Sing- und Musikschule vor kurzem im Stadtrat gab es einmal mehr viel Lob und ein fraktionsübergreifendes Bekenntnis zu dieser Schule. Allerdings meinte Dr. Friedrich Haag, Fraktionssprecher der Freien Wähler, dass durch die jährliche dreiprozentige Kostensteigerung und ein Jahres- defizit von über 200 000 Euro die emotionale Schmerzgrenze überschritten sei. Er forderte Überlegungen, um die Kosten einzudämmen. Die Möglichkeit liege zum Beispiel in einer konsequenten Entwicklung zu einer Jugendmusikschule.

Wie der stellvertretende Schulleiter Artur Tronsberg berichtete, ist die Schüleranzahl im Schuljahr 2011 leicht gesunken. Sie ist seit zehn Jahren rückläufig und sank von 592 auf aktuell 502 Schüler. Der Anteil der Mädchen und Frauen in der Musikschule wird immer höher (derzeit 303). Die Schüler stammen aus Lindenberg (429), Scheidegg (46) und aus weiteren umliegenden Orten (34). Musikalische Früherziehung wird von 35 Kindern belegt. Bei den Singklassen machen 84 mit. In den Hauptfächern liegt mit über 100 Schülern Gitarre an erster Stelle der Beliebtheitsskala, gefolgt von Klavier (über 60) und Schlagzeug (fast 40). Die Musikschule brachte sich im vergangenen Schuljahr stark ins Kulturleben ein, etwa mit drei Konzerten, 12 Vorspielen sowie Auftritten bei zahlreichen Veranstaltungen in der Stadt. Heuer werden Musikschulbands erstmals beim Stadtfest mitwirken. Außerdem sind etliche Konzerte zum 25-jährigen Schuljubiläum geplant.

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