Viele Facetten

Die Vielfalt der künstlerischen Handschriften spiegelt sich bereits in den beiden Gemeinschaftswerken „Unterwegs“, die die Künstler des Freien Kunstvereins zum Titel ihrer aktuellen Ausstellung in der Kemptener Kunsthalle in der Memminger Straße geschaffen haben. Foto: Tröger

Ein buntes Spektrum an Stilen, Techniken und Motiven zeigen derzeit die Künstlerinnen und Künstler des Freien Kunstvereins Kempten. Sie bespielen die Kemptener Kunsthalle mit 50 Werken, deren größtenteils Farbenfreude den Raum in eine fröhliche Bilder- und Objektlandschaft verwandelt. „Unterwegs“, so der Titel der Ausstellung, der zugleich das Wesen des Vereins bezeichnet: „Miteinander Reden und Arbeiten“, wie Vereinsvorsitzender Wolfgang Schneider verdeutlichte.

Das seien im Verein neben gemeinsamen Besuchen von Ausstellungen und Museen sowie Fortbildungen die wichtigsten Bausteine für die künstlerischen Weiterentwicklung, so Schneider. „Unterwegs“ lautet auch der Titel zweier Gemeinschaftswerke am Eingang der Ausstellungshalle, die gleich einen interessanten Einstieg in die sehr unterschiedlichen Handschriften der ausstellenden Kunstschaffenden bieten: ein Bild mit 12 Feldern, das jeweils von einem Vereinsmitglied gestaltet wurde und dessen Verkaufserlös an eine soziale Einrichtung gespendet werden soll. Daneben die Präsentation von jeweils einem individuell gestalteten Schuh. Figürlich bis abstrakt, Drucktechniken bis – überwiegend – Acrylmalereien offerieren eine abwechslungsreiche Werkschau zwischen denen sich auch Objekte wie „Fiff“ und „Frieda“ von Kornelia Kesel, zwei schwarze Hunde aus Ton und Acryl, tummeln. Zu sehen sind ferner Werke von Petra Eller, Brigitte Guggenmos, Gabriele Heller, Helmut Kollmann, Ursula Lachner, Dr. Inge Mauthe, Sylvia Novak, Wolfgang Schneider, Clara Swoboda und Dr. Angelika Tratzmüller. Wahre Farbexplosionen hat Helmut Kollmann in seinen beiden Acrylbildern „Great Barrier Reef I und II“ kreiert. Mit dezenten Erdtönen hält Brigitte Guggenmos subtil dagegen: „Fernweh“, „Schrift-Zeichen“ und „Sightseeing“ haben sie beschäftigt. „Verblassende Erinnerung“ – Plexiglas, Collage, Druck, Radierung – zeigt auf einem angesengten Blatt Papier viele kleine Porträtfotos, die teilweise bereits den Flammen zum Opfer gefallen und ausgelöscht sind. Zu sehen ist ferner eine Minidokumentation eines Projektes der Vereinsmitglieder, das sie bei der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung zeigt. Die Ausstellung „Unterwegs" des Freien Kunstvereins Kempten ist noch bis zum kommenden Sonntag, 30. Januar, täglich von 10 bis 16 Uhr in der Kemptener Kunsthalle in der Memminger Straße zu besichtigen.

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