Zum 30-jährigen Jubiläum lockt ein buntes Veranstaltungsprogramm viele Besucher an

Volle Zelte beim Theaterfestival

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Die Geschwister Well sind immer ein Erlebnis. Niederbayerisch sollte man aber wegen der Pointen gut verstehen können.

Isny – Es ist geschafft. Wieder einmal haben die Veranstalter ihr Möglichstes gegeben, um das neuntägige Theaterfestival gut über die Bühne zu bringen, und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Voll Kraft und vielgestaltig waren die mehr als 80 Workshops angelegt. Allein dafür reisen jedes Jahr mehr Gäste an und bringen dazu ihre Wohnwagen und Zelte mit, wenn sie weitere Anfahrwege zu bewältigen haben. 

Hinter dem großen Veranstaltungszelt in Richtung Baggersee findet jeder einen Platz und viele waren nicht zum ersten Mal nach Isny gekommen. Das ist die eine Seite des Festivals, vor allem eben die Seite, die nicht oft erwähnt wird. Was da alles vermittelt wird, ist erstaunlich. Von Jonglieren bis Tanzen, von Videofilmen bis Arbeiten an der Felsschmiede. Eigentlich gibt es nichts, was es nicht gibt. Anders strukturiert war das Abendprogramm mit prominenter und internationaler Besetzung. Gleich der Auftakt war ein Traum für jeden Veranstalter. Konstantin Wecker war einmal mehr ein Zugpferd zur Eröffnung und das Zelt war ausverkauft. 

Five Foot Fingers und Firewater standen am ersten Samstag ebenfalls recht gut besucht auf dem Programm und am nächsten Tag konnte das Zelt beim Auftritt der Geschwistern Well kaum die große Zahl der Besucher fassen. Konzert muss ausfallen Companie Hors Pistes und die wortgefechte des Poetry Slam hatten am Montag vergangener Woche einen guten Platz gefunden und Tomás Kubinek mit seiner Show hatte am Dienstag „Volles Haus.“ Auch er spricht seine Texte auf Englisch, aber seine Mimik und Körpersprache erleichtern den zu Zugang zu seinen Darbietungen. Y´akoto hätte am Mittwoch ebenfalls eine ausverkaufte Veranstaltung ergeben, aber die Interpretin war erkrankt und so musste das Konzert entfallen. Immerhin hat die Sängerin versichert, dass sie im kommenden Jahr gerne wieder kommen würde. Etwas geboten wurde am Mittwoch aber trotzdem noch: Die Vorgruppe „Abantu Markbrand“ trat auf, eine Feuershow war kurzfristig dazu gekommen und die Salsa- Veranstaltung im kleinen Zelt hatte ebenfalls regen Zulauf. Am Donnerstag war eine „Neuro-Performance“ mit der Gruppe „Never Mind“ angesetzt. Das war allerdings etwas schwere Kost, denn die englischen Texte kamen nicht ganz so gut an. 

Auch ein Programm für jüngere, jung gebliebene und Fans der Raggaemusik war angesetzt. Am Freitag hatten alle Zeltgäste deutlich Gelegenheit einmal so richtig Dampf abzulassen. Damit näherte sich das Festival auch schon seinem Ende. Am Samstag fanden noch die Vorführungen der Workshops für Kinder und Erwachsene statt und mit der großen Abschlussparty im Restaurantzelt ging eine abwechslungsreiche Woche zu Ende. Die Teams in Planung und Betreuung haben ein dickes Lob verdient. Manchmal muss man bei diesen Veranstaltungen schon schnell improvisieren, aber das hat auch in diesem Jahr wieder reibungslos funktioniert. Viele Besucher freuen sich schon jetzt auf das nächste Jahr, wenn in der ersten Augustwoche in Burkwang am Baggersee das nächste Theaterfestival stattfinden soll. Die Stadt Isny kann stolz darauf sein, dass so viele renommierte Künstler gerne dort auftreten.

Manfred Schubert

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