Vorreiterrolle

Die Stadt kooperiert künftig mit dem Carsharing-Unternehmen „Stadtflitzer“. Ein roter Honda „Jazz Trend“ ergänzt jetzt von Montag bis Donnerstags den städtischen Fahrzeugpool. Von Freitag bis Sonntag steht er den Kunden des „Stadtflitzer“ zur Verfügung. Als erste Stadt in Schwaben setze Kempten damit Carsharing ein, so OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) bei der Schlüsselübergabe am Dienstag vergangener Woche auf dem Kemptener Rathausplatz.

Das Prinzip des Carsharings (zu deutsch: Autoteilens) ist simpel: Wer ein Auto benötigt, meldet etwa bei „Stadtflitzer“ seine Fahrt an, leiht sich das Auto und bringe es wieder zurück, erklärte der Inhaber des Unternehmens, Peter Bantele. Die Fahrt werde in einem Fahrtenbuch vermerkt. Am Ende des Monats bekomme der Kunde dann eine Rechnung. Die Kosten werden nach einem Zeit- und Kilometertarif errechnet. „Normalerweise buhlen die Carsharing-Unternehmen um die Stadtverwaltungen“, freute sich Bantele. In diesem Fall sei es andersherum gewesen, die Verwaltung habe sich bei ihm gemeldet. Weniger Kosten Die Stadt verwalte ihre Fahrzeuge bereits seit 2004 in einem Fahrzeugpool, erklärte der OB. Das sei wirtschaftlicher, als wenn jedes Amt seine eigenen Autos besäße. Um die Kosten weiter zu senken, sei die Stadt auf Bantele und sein Unternehmen zugegangen. „Wenn ein Auto das ganze Wochenende in der Garage steht, ist das schlicht und ergreifend unwirtschaftlich“, so Netzer. Umweltfreundlicher Flitzer Hat das Projekt den erhofften Erfolg, werde sich die Stadt vielleicht auch noch weitere Autos mit Banteles Kunden teilen. Der gesamte Pool werde natürlich nicht ausgetauscht, denn die Verwaltung brauche auch ihre Spezial-Fahrzeuge. Der Kleinwagen sei nicht nur familienfreundlich, er verbrauche auch wenig Sprit und sei mit einem CO2-Ausstoß von 125 Gramm pro Kilometer zudem umweltfreundlich, so der OB. Er bekomme jetzt seinen festen Platz vor dem Verwaltungsgebäude in der Gerberstraße. Von dort aus werden auch die Kunden des „Stadtflitzer“ künftig darauf zugreifen.

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