Vorsicht vor Taschendieben

Polizei-Obermeister Frank Weberstetter erklärt zwei Bahnreisenden, wie sie sich wirksam vor Taschendieben schützen können. Foto: Matz

Mit einem Infostand im Kemptener Bahnhof hat die Bundespolizei am Freitagvormittag Bahnreisende auf die Gefahren durch Taschendiebe aufmerksam gemacht. Gerade an öffentlichen Plätzen mit vielen Menschen – wie eben Bahnhöfe – üben diese ihr Handwerk aus. „Wir machen den Leuten bewusst, wo das Problem liegt“, erklärte Bundespolizei-Hauptmeister Norbert Kenchel Sinn und Zweck der Aktion in Kempten.

Unter dem Motto „Schlauer gegen Klauer“ sprachen der Kemptener Polizei-Obermeister Frank Weberstetter und seine Kollegen Bahnreisende an und sensibilisierten sie für die Gefahren durch Taschendiebe und deren Tricks und Maschen. Vor allem Ablenkung des Opfers durch einen Komplizen oder fadenscheinige Fragen gehörten zu den beliebtesten Methoden der Langfinger an öffentlichen Plätzen. Dazu gab es Info-Flyer, einen Lehrfilm und viele Tipps, wie man Dieben das Leben schwer macht. „Die Leute sind viel zu gutgläubig“, beschreibt Kenchel das Problem. „Viele sagen, dass kann mir nicht passieren – zehn Sekunden später habe ich ihren Geldbeutel in der Hand.“ Vor allem in dicht besetzten Zügen oder im Menschengewühl am Bahnhof hätten die Diebe so oft leichtes Spiel. Daher empfahlen die Bundespolizisten den zahlreichen Reisenden und Passanten unter anderem, Hand- oder Umhängetaschen immer mit dem Verschluss zum Körper zu tragen, Taschen stets geschlossen und nie unbeaufsichtigt zu lassen oder Bargeld und EC- oder Kreditkarten am Körper verteilt zu tragen. Außerdem sollten Reisende vor allem in dichten Menschenmassen besonders auf ihre Wertsachen achten und sich ständig vergewissern, dass sie noch da sind. Grundsätzlich gelte aber, immer nur das Notwendigste an Bargeld oder Karten mitzunehmen. Werde ein Geldbeutel mit EC-Karte, Personalausweis, anderen persönlichen Dokumenten und möglicherweise sogar noch dem Führerschein gestohlen, müsse für den Ersatz neben langwierigen Behördengängen bis zu 400 Euro einkalkuliert werden, rechnete Hauptmeister Kenchel vor.

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